37aufgenommen: sondern man fand hiezu nochandere Uebungen zuträglicher; nemlich das Wan-deln, oder Spazieren; (deambulatio) die Römerließen sich sehr angelegen seyn durch Anlegungöffentlicher Spaziergänge, das Volk hiezuaufzumunteren. Vitruv (a) hielte deshalben dieAuswahl dazu von groſtem Gewicht. Sie hat-ten so gar sichre besondere Oerter, wo sie zudieser oder jener Zeit konnten spatzieren gehen,wovon einige schatticht, andere ganz frey wa-ren. Plinius schreibt, (a) daß der KaiserAlexander der Strenge, bei den öffentlichenso wol, als seinen eigenen privat Bädern des-wegen Waldungen hätte unterhalten laßen.Nicht allein waren aber dergleichen öffentlicheSpatziergänge in der freien Luft eingerichtet;sondern, da selbige gröstentheils der Gesund-heit gewidmet waren, so wurden einige mit Mau-ren eingefaßet und mit Dächeren bedecket, da-mit man bei böser Witterung ebenfals spatzie-ren gehen könne. Ja Plinius meldet (b) daßein sicherer berühmter Architekt Sostratus ei-nen in der Luft schwebenden Spatzierplatz zuGnidus erbauet hätte. — Sie hatten auch ihrebesondere Vorschriften bei dem Spatzierengehenselbst. Zuweilen musten sie nemlich geschwind;bald langsam; bald im Sande; bald über Hü-gel; bald in der Fläche; zuweilen in der Stadt;bald(2) Lib. 12. Cap. I.(b) Lib. 36. Cap. 12.
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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