31dem er es zu bedürfen schien, eine eigne Artvon Leibesübung vorschrieben. In meinem vo-rigen Briefe habe ich Ihnen schon geſagt, daßsie zur Erleichterung denjenigen, welche sich inder Gymnastik üben wolten, fast in allen Städ-ten öffentliche Gebäude hatten aufführen lassen,welche die Gymnasien genannt wurden und hie-zu sowol, als zur übrigen öffentlichen Erzie-hung dienen solten, und deswegen als diejenigenOerter angesehen wurden, in welchen die In-gend sowol, als andere Erwachsene, zum Nu-tzen des Staats völlig ausgebildet werden solten.Es waren derohalben in diesen Gebäuden1lich ordentliche Plätze in welchen mündlicherUnterricht, fürnemlich in der Philosophie gege-ben ward. 2tens solche, wo die Jünglinge al-lerlei Leibesübungen erlernten. — 3tens. Nichtweniger hatten die Athleten darin ihren ange-wiesenen Platz zur Uebung; und endlich 4tensfand man eine Menge derjenigen daselbst, wel-che allerlei Kriegsübungen; oder Leibesbewegun-gen zur Gesundheit anstelleten. Auch die Aerzteselbst besuchten in dieser Absicht die Gymnasien;wie denn Galen schreibt, daß er in seinem 35tenJahr das Unglück gehabt hätte bei solcher Ge-legenheit seine Schulter zu verrenken.Ich komme nunmehro auf die verschiedeneLeibesübungen selbst, in deren Erlernung dieGymnastik bestand. Diese theilte man gewöhn-lich in diejenige Bewegungen ein, welche vomMenschen selbst allein abhiengen; und solche,welche
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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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