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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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durch Uebung, bei weitem nicht hinreiche; son-dern daß es, wenn man selbige bis auf denhöchsten Punkt entwickeln, sie auf die längsteDauer erhalten, und auf die Erreichung desGlückes des Zöglings so wol, als des Wohlsdes Staats am glücklichsten richten wolle, ganzunentbehrlich nothwendig sey, der Seele desZöglings einen gewißen hohen Grad von Feſtig-keit, zur nöthigen Bezähmung der sonst alleKräfte wieder zerstörenden Leidenschaften, undFähigkeit zum Ausdauren bei mühsamen undlangwierigen Unternehmungen, zu verschaffen.Sie sahen aber auch ein, daß um diese in denZöglingen bis auf den nöthigen Grad zu ent-wickeln, es nicht helfe, Ihnen gewiſſe Regelnzu geben; selbige öfters daran zu erinnern, oderselbige von ihnen auswendig lernen zu lassen;sondern daß der Mensch dazu durch dergleichenBewegungsgründe, welche ihm den daraus fürihn und den Staat fliessenden Nutzen anschau-lich darstellten, gereitzet werden müste. DieseBewegungsgründe lieferte nun der Staat selbstdurch seine innere Einrichtung; und auf solcheWeise bildete sich sodann der Nationalkarakterganz unvermerkt; und diesen suchte man aufsolche Weise immer beim Volk ohne demselbenwidernatürlichen Zwang anzuthun, zu unterhal-ten. Man that solches auch nie ohne Erfolg,indem daraus nothwendig die allgemeine VolksConduite fliessen, mithin sich einer nach demandern zu seinem und des Staats Vortheilglücklich bilden mußte.Bei