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Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme
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00Erster Brief.Sie begerten, mein Beſter, meine Gedanken überden Werth, oder Unwerth unster gegenwärtigenMode=Erziehung; und daß ich Ihnen dabei haupt-sächlich folgende Punkte erörtern solte: Obnemlich die, verschiedene der alten Völker so sehrausgezeichnet habende körperliche Stärke, ausdem Einfluß und Nutzen der bei ihnen imSchwange gewesenen Gymnastik herzuleiten; undob es blos dieſe, oder ob noch andere Hülfs-mittel gewesen, durch welche obgedachte Stärkevon denselben erlanget worden sey: Nicht we-niger begerten Sie von mir zu wissen, warumdoch wol nachher die Gymnastik so ganz in Ver-gessenheit gerathen, und außer Mode gekommenwäre; und ob keine Hofnung zu derselben Wie-derherstellung seye; und endlich solte ich Ihnenzuletzt sagen, wie man es dann wol bei derErziehung, in unseren Tagen, am besten anfan-gen könne und müsse, wenn man den der Na-tur angemessenen Weg, so wol in Benutzungder Erfahrungen der Alten, als auch der Ent-deckungen der Neueren mit möglichster Treueund Sicherheit befolgen wolle. Ich gestehe Ih-neu, ich sehe es nicht allein als eine Pflichtaller guten Elteren, sondern als die Pflicht je-des ehrlichen Biedermanns an, sich hierum inErnst zu bekümmern. Wil man dieses aber sothun,