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des Rheingaus — im Besitz der Freiherrn vonRitter, und jener Anthcil, welcher den HerrnGebrüdern Mappes zustand, ist vor kurzem vonherzoglicher Doniaine angekauft worden. DieKirche zu Kicdrich und die im Styl des drei-zehnten Jahrhunderts erbaute St. MicUaelsItapelle,von welcher eine Ansicht beigegeben wurde, sindschöne Denkmale altdeutscher Baukunst, und einewahre Zierde des Rheingaus. Möchte die letzterenicht das Geschick der eben so alten und indemselben Styl erbauten Margarethcnkapelle thei-len, welche ihr einst gegenüber lag. Diese ward1816 wegen Baufälligkeit auf Abbruch versteigertund aus ihren Steinen ein nahe liegendes Wirths-haus erbaut.
^Vie leicht könnte durch kleine Beiträge vonReisenden und Kunstfreunden diese Kapelle er-halten werden! Eine unbedeutende Summe würdedazu hinreichend sein, denn alles Mauerwerk istgut, und nur der Dachstuhl und die ausgebroch-nen Fenster miissten neu gemacht, so wie dasInnere von der entstellenden Bretterbühne gerei-nigt werden. Auf dem Kirchhofe, wenig Schrittevon der St. Michaelskapclle entfernt, ist eineKreuzigung, vom fünfzehnten Jahrhundert, in Steingehauen.
In der nahen Pfarrkirche befinden sich meh-rere alte Grabsteine, Schnitzwerke und auch nochwenige Glasmalereien von grosser Lebendigkeitder Farben. Einen sehr grossen Genuss wirdsich der Reisende verschaffen können, Wenn er