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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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Ülativj. 51

Die St. Johannes - Kirche am Lcichhofc, eineder ältesten Kirchen von Mainz und der evange-lischen Gemeinde zum Gottesdienst überlassen.Nach Schunk soll es die ursprünglich im 6tenJahrhundert von Bischof Sidonius auf Kosten derPrinzessin Berthoara erbaute Taufkirche sein.Würdwein hält sie sogar für die alte Domkirche,weil die Eingeweide des heiligen Bonilaciiis da-selbst beigesetzt worden und da» Domcapitcl inder zweiten Martinsvesper dem Complctorium indieser Kirche beiwohnen, sowie auch an dem fol-genden Tage, als dem Kirchweihfestc, das ganzeOfficium halten musste.

Kommen wir von den Streitern für das himm-lische Beich zu denen der weltlichen Macht, so wer-den wir unter den dem Militär zu Wohnungenangewiesenen Gebäuden einige Pallästc finden, diefrüher tfaeila dem Clerus, theils dem Adel des kur-fürstlichen Hofes gehörten, seit der Revolution abernicht mehr von diesen bewohnt und an das Bun-desfestungs-Göuvernetnent abgetreten wurden. Sogehorte das auf dem Thiermarkt gelegene, vondem jetzigen Vice-Gouverneur bewohnte Palaisden Grafen von Ostein, das gegenüber gelegenedem preussischen Militär eingeräumte den Grafenvon Basscnheim, in dessen Nähe der SchönbornerHof eben auch preussische Caserne ist; das ge-meinschaftliche Militär-Lazarcth war Eigenihumder Altmünster-Nonnen, die österreichische Ca-serne am Thiermarkt war früher das im Jahre1320 gestiftete Weissfrauenkloster, in der öster-