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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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das Belageningsheer, welches Unter Prinz: Carlvon Lothringen stand, eine Menge von Kugelnnach ihm abgeschossen worden waren. Acht/.igJahre flössen nun ruhig dahin, da brach nacheinem heitren Tage, am 22. Mai 1764, ein schwe-res Gewitter über die Stadt herein, entlud sichund zündete mit dorn ersten und einzigen Blitzedas hohe spitze Dach des Hauptthurines, das auseinem Waide von Holz erbaut Mar; der Branddauerte bis zum andern Morgen, verzehrte dieanstossenden Dächer über dem westlichen Kreuze,die beiden kleinen Thürme, das üaehwerk allerCapellcn an der Marktseite und alle benachbar-ten Häuser; die Glocken im grossen Thurme wur-den durch die Glut geschmolzen und so ausge-brannt, dass von dem Metalle nichts als dieSchlacken übrig blieben. Der Schaden war un-geheuer, aber das Doincapitel traf sogleich An-stalt, die zerstörte Stiftskirche foster und dauer-hafter als vorher wieder herzustellen; der Haupt-thurm, die beiden kleinen Thürme, das westlicheChor und die beiden Querarmc des Kreuzes wur-den durchaus feuerfest mit steinernen Dächernerbaut, zugleich in dem Thurme eine grosse Uhraufgestellt und Alles in verhältnissmässig kurzerZeit weit schöner als zuvor hergerichtet. Dochnicht lange sollte das Glück dauern: zum sechs-tenmale wurde der Dom während der Belagerungvon 1793 durch das Feuer verheert. Die Dächerdes östlichen Chores, jene des Langhauses unddie des Kreuzganges wurden gänzlich in Asche