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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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36 Mai\v v

rerberufe allzusehr belastet war, in der Nachtvornehmen musste. Welcher thätige Geist inihm lebte, mögen wir daraus ersehen, dass ernoch im Jahre 1809 eine Pfarrei zu versehenwünschte und wirklich auch zur allgemeinen Zu-friedenheit seiner Pfarrkinder bis zum Jahre 1821als Pfarrer in dem benachbarten Heidcsheim thä-tig war, von wo er sich jetzt erst wegen merk-licher Abnahme seiner Kräfte und fürchtend, inZukunft seine lierufsgeschäftc nicht mehr gehörigvollführen zu können, nach Mainz zurückzog undhier im Juli 1820 als Domvicarius starb. Se-gensreich und glücklich im engen Kreise und zu-frieden auf sein verflossenes Leben zurückblickend,aber auch nur in diesem kleinen Kreise gekannt,schied er von hinnen, während er, wäre er derStimme gefolgt, die in seiner Jugend ihn rief,jetzt vielleicht unter den berühmten Meistern derTonsetzkunst genannt würde; denn bereits einausgezeichneter Organist, widmete er sich, in derersten Zeit nach Vollendung seiner Universitäts-studien, der Musik, coniponirte Messen, Vespern,Completoricn, auch einige Opern, vor Allem aberein Requiem, das, bei den Evequien für die Kai-serin Maria Theresia im Münster zu Freiburgunter seiner Dircction aufgeführt wurde. Dochkehren wir von dieser Abschweifung, die wir in-dessen dem Verdienste schuldig zu sein glaubten,wieder zu unserem eigentlichen Zwecke zurückund sehen wir, was wir noch Erwähnenswcrthesin dem Mainzer Uibliothekgebäude linden mögen