Druckschrift 
Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

30 jrtütti}.

Räumen, statt der Waarenballcn, zur Ehre derStadt nicht lieber die reiche Stadtbibliothek, dasMuseum, die Sammlung rheinischer Alterthiimrr,das physikalische und Münzkabinet, so wie dieBilder des Kimstvereins aufstellen lässt. Ebenso wünschenswerth ist es, dass die interessanteSammlung der naturforschenden Gesellschaft, imOtto'schen Katfeehaus aufgestellt, hierher gebrachtwürde. Bis jetzt fragt der Reisende umsonst,ob denn die alte stolze Aurea iMoguntia, gleichihren Nachbarstädten Frankfurt und Wiesbadennicht einmal mehr ein Gebäude besitzt, worindiese zerstreuten Sammlungen, zu einem schö-nen Ganzen vereinigt, würdig aufbewahrt werdenkönnten 'i

2) Der jetzige GroasitmogHahe Palast, ehemalsDeutschordenshaus, vom Kurfürsten Lothar Franzvon Schönborn begonnen und von seinem NachfolgerFranz Ludwig von Neuburg 1739 vollendet miteinem durch zwei Stockwerke gehenden und durchein gutes Deckengemälde verzierten Saale. Von1804 bis 1813 war es mehrere Male von Napo-leon bewohnt und dient nun dem jedesmaligenGouverneur der Bundesl'estung zur Residenz. Inder letzten Zeit wurde es öfters in dieser Eigen-schaft von Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Wil-helm von Preusscn und seiner höchst geistvollenund liebenswürdigen Gemahlin bewohnt.

3) Das Zeuy/taus mit seinen schönen Waffen-sälen, vom Kurfürsten Philipp Karl in der erstenHälfte des vorigen Jahrhunderts erbaut und durch