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gen. Da wir in diesen Blättern nur das Wich-tigste und allgemein Interessante aus der MainzerGeschichte berichten, so genüge es, die getreueSchilderung jener Zeit mit den Worten des ver-dienten Lehne zu geben*). „Sitten und Wissen-schaften geriethen mehr und mehr in Verfall, jeunruhiger und eifersüchtiger die nebenbuhlcrischenParteien wurden. Uebcrall entschied das Schwertoder der Aberglaube, überall flössen Blut undThriincn. Die gesellschaftlichen Bande waren auf-gelöst und nur die schwere Kette der Uebcrmachtdrückte den Schwächeren zu Boden. Wenige ver-standen zu herrschen, wenige zu gehorchen. Je-der bot seine Kräfte auf, um sich zu sichern, mitList oder Gewalt, und keiner licss den andernsicher. Wie ganz Deutschland und Frankreichwurde unsere Gegend mit Burgen bedeckt. Woein unersteiglicher Felsen sich erhob, da nistetesich wie ein räuberischer Adler ein raubgierigerRitter an. Keine Wildniss war ihm wild, keinBerg war ihm hoch genug. Zollstätten bedecktenden Rhein und brandschatzten den Handel, abertrotz aller dieser Hindernisse hob die Stadt Mainzunter den rheinischen Städten sichtbar ihr Hauptempor. Der Muth und dcrRcichthum ihrer Bür-ger verschafften ihr Ansehen bei den Kaisern, dielieber die rechtmässige Macht dieser Handels-städte, als den weit gefährlicheren Geist ihrerräuberischen Vasallen duldeten." —
) S. l.chnc's (resaninx'llr Schriften, hernnspcgchciivoii Dr. Iii.ll.. Bd. IV. Ahlhl. 1. 8. IG».