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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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6 üllniu-j.

zog sicli dasselbe in seiner Länge mit der jetzi-gen Stadt gleichlaufend auf der Höhe des Albans-berges bis zum Linsenberg. Seine Breite aberwar vom Abbang des Gauthorberges bis unter-halb des Gauthors an den ehemaligen Druscnsce,in welchen der durch die römische Wasserleitungströmende Gonzbach seinen Abiluss hatte.

Auch das Mainz gegenüberliegende und mitihm durch die Schiffbrücke verbundene Kastei ver-dankt Druaus seinen Ursprung. Es war das, wasnoch jetzt scinName ausdrückt und diente zum Schutzder Rheinübergänge. Sccliüuriilfiinfzig halb zer-trümmerte Pfeiler jener Wasserleitung stehen nochbei Zahlbach unweit Mainz*, ihre höchste Höhebetrug 128 Fuss, ihre Länge, von der Königs-quclle bei Einthen an bis zu dem Drusenloch oderDrusilacus, einem grossen Wasserbehälter, 5731geometrische Schritte oder 28655Fuss; ihre Pfei-ler bestanden wie der Eichelstcin aus Gussmaucrn,von aussen mit Quadersteinen bekleidet-, mit Würdekonnte sie sich dem berühmten Aquäducte Tra-jans in Scgovia an die Seite stellen und gibt Zeug-niss, wie der grosse Römer seine Legionen zubeschäftigen wusstc, wenn die Schwerter ruhten.Sein Andenken ward von ihnen so geehrt, dasssie nach seinem frühen und tragischen Tode einenAltar in der Nähe derselben errichteten, wo jähr-lich feierliche Kriegsübungen gehalten und Opfer

haben schätzbare Beitrage zur Geschichte vonMainz geliefert