In» tüiöptrthal. 81
Und horclil jetzt tönen Lieder,Jetzt strahlt's wie Himmelsblau/,Vom Thurine beugt sich herniederSein Lieb' und hält den Kranz.Ihr Vater rufet bezwungen:„Willkommen, mein junger Held,Du hast Dir die Bruut errungen.Dem Kühnen gehört die Welt*)!"
Das Wisperthal.
Viele Reisende, welche auf den „schwarzenSchwänen des Rheines"**) schnell vorüber schiffen,ahnden kaum, welche Schätze romantischer Schön-heit die Seitcnthäler der Rheinufergebirge darbieten.Nächst dem Forstbachthal bei St. Goarshauscn,ist das Wisperthal, weiter führend als jenes, undmit mehreren Burgruinen geschmückt, das schönsteauf nassauischem Gebiet und vorzüglich eines Be-suches werth.
Gleich hinter Lorch, immer am Fuss hoher,bald kahler, bald bewaldeter Thonschicfergebirgezieht sich der Weg an der heiligen Kreuz-Ka-pelle vorbei bis nach der, zwei Stunden entferntenKammerberijcr Mühle, dem ersten Ruhcpunkt aufdem Gang durch das Wisperthal. Ehe wir in-
*) 8. Phönix 183G „Der IUtter von Lorch," Ged. T.d. Verfasserin.**)8o nennt Anastasius Grün höchst poetisch die Dampf-schiffe.
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