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Lorch hat noch viele ansehnliche Gebäude undweiss sich viel damit, das schönste Pfarrhaas unddas schönste Schulhaus im Rheingau /.u besitzen,auch darf man das am Markt liegende 1548 vonJenem Jobann Hilgcn von Lorch erbaute Hausnicht übersehen. Es erinnert durch seine archi-tektonischen Vcr/.icrungcn an manche Gebäudeder ächtdeutschen Stadt Nürnberg. — Lorch hatbedeutenden Weinbau, und seine ausgezeichnetsteLage ist das sogenannte Bodenthal, da hier dereinzige Ort im Rheingau ist, wo Kleinberyer Trau-ben gezogen werden, so eignet es sich vorzüglichzum Aufenthalt für solche Reisende, welchen einoTraubenkur verordnet ist. Uebcrdics, sind da-selbst gute Gasthöfe, und eine Nachenstationder Dampfschiffe. Wenn gleich die Bergstrasseund die Haardtgcgcndcn, wo gewöhnlich ebenwegen dieser Kleinbcrgcr Traubcnsorte dieTraubenkur gebraucht wird, mit zu den lieblich-sten Gegenden des westlichen Deutschlands ge-hören, so können sie doch nicht mit diesen Ufcr-landscliaften verglichen werden, wo der prächtig-ste Strom Europa'* jahrlich hunderttausende vonReisenden ab- und zuführt, und das Lieblicheund Schöne mit dem Grossartigen und Wildro-mantischen so reizend vereinigt ist.
Ehe wir nun den Wanderer in das Wisper-thal geleiten, machen wir ihn noch auf den ge-waltigen Felsenberg oberhalb Lorch aufmerksam,Teufelsleiter genannt, von welchem die Sage fol-gendes berichten: