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oberen Rheingaus verschwinden und die Berge zubeiden Seiten näher und in pittoreskeren Formenzusammentreten, beginnt sich auch die Schnellig-keit der Strömung zu vermehren. Alles umhernimmt einen ernsteren, fast schauerlichen Cha-rakter an. Ein schwarzes eisernes Kreuz, wel-ches unterhalb des Scliützcnlinuschcns am lirunncii,in einen gewaltigen im Rhein liegenden Felsen-block eingel'iigt ist, bezeichnet die Stelle, wo dasHerz eines Dichters ruht *). Weiter hinab isteine Nieschc in der Mauer mit dem nicht seltenmit Blumen gezierten Bilde des heiligen Mcolaus.Kein Schiller des alten Schlags und der altenZeit wird versäumen, den Hut dafür abzuziehen,che er durch das Bingcrloch, diese ehemaligerheinische Charvbdis fährt. Rechts auf steilenFelsen erscheint nun die schöne Hurg Ehrenl'elsund links erhebt sich von kleiner Felseninselmitten im Rhein der Mäusethurm. An ihn knüpftsich seit Jahrhunderten schon eine in l'rosa undVersen oftmals wiedererzählte Volkssage:
„Dort wohnet Kiscbof llattoViel hundert Jahn schon,Und kann auf Kuli nloht kommenAul' .seinem Felsciilhroii."
*) Nicol. Vo(j(, der hochverdiente rheinische Geschicht-schreiher, weichet 1H5J! zu Iran Muri u. JH. ge-slorhcii, halle diesen Fellen da/.o liesliiniul., seinin einer Kapsel verwahrtes Heiz — dieses Herz,was einst so warm für die Schönheiten des lluciu-Jandes |;cschlaj;cn, cio/.iischliesscn.