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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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64 ©er Wljtmflau.

am schönste» und sollte dalier nur in dieser Zeitbesucht werden.

Vom Tempel uns führt der Weg immer durchherrlichen Buchenwald bis an die Stell«, wo aufder Ecke des Rüdesheimer Berges ein kleiner alsBuinc gebauter und nun auch zur Buine gewordenerThurm, die sogenannte Hostel, steht. Hier nunist unbedingt der schönste Punkt im Rhcinguu!Tief unten brausst und schäumt der Bhcin um dieFelsen des Hingerlochs, etwas höher hinauf ragtder Mäuselhurm aus der Fhith, welche pfeilschnellvoriiberrauschenil die Schiffe in jene geheimniss-volle Bergschlucht entführt, wo Gnomen undZwerge hausen, und endlich die Lurlcy ihre ver-lockenden Lieder singt. Gegenüber am Eingangin das Nahtlial liegt Bingen, und eine steinerneBrücke spannt ihre zierlichen Bogen über diegelben Wellen der Nahe, an deren Einlluss inden Rhein einst jenes berühmte Kloster Ruperts-berg lag, in welchem die, heilige Hildegardis ihrebegeisterten Visionen und Prophezeiungen nieder-schrieb.

Die Burg Khrcnfrh, deren halbgesehcne Rui-nen zu den Füssen des Wandrers liegen undwelche vom Rhein aus, oder auf dem Weg durchden Rüdesheimer Berg, bequemer als von hierbesucht werden kann, wurde 1219 von dem Vi-cedom des Rheingaus Philipp von Bolandcn Bil-den Erzbiscliof Siegfried von Mainz gebaut. Siewar eine der vier Landesburgen und diente oft-mals den Erzbischöfen von Mainz zum Aufenthalt.