Druckschrift 
Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

60 Dci' lll)tiiiüuu.

chend, iiud ganz nun Bewohnen eingerichtet. Ineinem derselben werden die 1813 in einem ver-schütteten Gewölbe aufgefundenen römischen Ur-nen, Asehcnkriige und Thränengliiscr aufgestellt.Sie sind ein Beweis mehr von dem römischenUrsprung 4er Burg. Ueber diesen Gemächernfinden sich noch mehrere andre, und von dortgelangt man auf einer schmalen dunklen Treppezu der Höhe der Burg, wo ein kleiner Gar-ten angelegt ist. Die Aussicht von hier, eineder reizendsten im Rheingau, wird während derSommer*- und Reisemonate zahlreich von Frem-den besucht und bewundert. Ehe wir diese in-teressante Burg verlassen, müssen wir der Sagegedenken, welche sich an dieselbe knüpft undwelche in viel lachen Variationen von Vogt bisauf die neusten Zeiten in Versen und Prosa wie-der erzählt worden ist. Einst wohnte hier einsehr frommer und tapfrer Bitter, Hans Bröm-scr von Rüdesheim, derselbe welchem auch dieGründung des Klosters Nothgottes zugeschriebenwird. Er zog mit dem rothen Kreuz bezeichnetals getreuer Gottesstreiter nach Baiästina, um dasheilige Grab wieder erobern zu helfen. Diesesward nun freilich nicht mehr erobert, aber RitterBrömser that dennoch die grössten Heldcnthaten,erlegte 1(10 Saraccncn mit eigner Hand und da-eu einen scheuslichen Drachen. Kaum liegt da«Ungcthüni blutend vor ihm, so brechen Feindeaus dem Hinterhalt, werfen den Helden niederund nehmen ihn gefangen. Lange in tiefem