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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
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Zweige erloschenen Brümscr, welche Stifter undVVülilthiiter der Kirche waren, angebracht. Auchvon aussen sind einige Grabsteine, und eine naiv*Darstellung der drei Weisen des Morgenlandesvor dem Jcsuskindlein Ml sehen. Von l'iinl nochzum Thcil erhaltenen Burgen dieser BüdesheimerAdclsgeschleehter ist die sogenannte Ihömxerbury(uueh Mederbuig) am Rhein die bedeutendste.Seit 1812 zu den Besitzungen des Grafen von In-gelheim gehörend, verdankt sie ihre Wiederher-stellung einer geistvollen und kunstsinnigen Frau,der Grälin von Ingelheim. Schon der Eingang istganz eigenlhüiiilich. Stufen führen empor und derWandrer tritt in einen „brunnenartigen*)" Hof, woihm ein grosser Biide hinter eisernem Gitter ent-gogenbcllt. Auf schmaler Treppe gelangt mann un empor, wo eine eiserne Brücke rechts zudem Bittersaal führt, der noch ganz so erhal-ten ist, wie "er vor alter Zeit gewesen sein mag.Ein Kamin mit Säulen von byzantinischer Forastammt vielleicht noch aus jenen Tagen, wo dieBurg ein Fiscaloberhof der Karolinger war. Anden Seiten dieser nach dem Bheine zu ganz off-nen Halle laufen Steinbänke hin, und am Endederselben steht ein runder steinerner Tisch, aufwelchen die bunten Gläser des grossen Bogen-fensters magische Lichter werfen. Die Gemä-cher, welche man, wieder über jeno eiserne Brückezurückkehrend, betritt, sind einfach aber anspre-

) Goethe.