Kothgottre. 53
ist es nun nichts mehr als eine Pächterwohnung.Kirche, Kreuzgang und Zellen werden zu ökono-mischen Zwecken benutzt, und langst ist aus ihnenjede Spur einer heiligen Zicrdo verschwunden.
Die Lage von Nothgottcs in einem stillenkleinen Wiesengrund, dicht von waldigen Hügelnumschlossen ist malerisch, aber höchst melancho-lisch. Man sieht das Gebäude nicht eher als bisman durch den Wald gegangen ist, welcher esden Blicken ganz verdeckt; aber dann horchtman unwillkührJich, ob nicht das Klosterglöckleinerklingt und ob uns nicht vielleicht ein alter Ka-puziner mit einem „Gelobt sey Jesus Christus"oder „Ave Maria" begriisst —. Aber alles bleibtstumm, der Nach murmelt mit eintönigem Häu-schen an der zerfallenden Klostermauer vorüber,die Hofbunde schlagen endlich an und statt desbraunen Fraters sehen wir höchstens ein paarbraune Ochsen zum ehmaligcn Thor hinausziehenum ihr Tagewerk zu vollenden. Ein Ochse sollüberhaupt in der Vorzeit hier eine grosse Rollegespielt haben, und noch lebt in dem Mund« dosVolkes
„Pli: ranzt WuiidcrinalirAus Ritter BrÄmscrs Tagen her —Von seinem Zujj ins heilige LandAVo er so uianelien Siej; bestand.Von seinem kämpfe mit dem Drachenlind wie er, um sich frei zu muelienVon Tiirlicmvutli und licrltergrauen,Uclobt ein Kloster aufzuhauen.