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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
Entstehung
Seite
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18 Her ül]ritnv'.u.

Stadt und wurde mit den Ringmauern, Thürmenund Wallgraben umgeben, welche zum Thcil nochjetzt zu sehen sind. 133Ü wurde durch ausge-brochncs Feuer wieder ein grosser Thcil derBurg zerstört. Eine bedeutende Urkunden-Samm-lung von den Zeiten der Mcrovingcr bis ins vier-zehnte Jahrhundert wurde dabei ein Raub derFlammen. Nachdem die Erzbischöfc Heinrich undGcrlach dieselbe wieder aufgebaut hatten, wurdesie Zeuge einer höchst tragischen Begebenheit.König Günther von Schwarzburg erhielt nämlichin ihren Hallen Gift von der Hand eines Ver-räthers , die Limbiirgcr Chronik nennt ihnFrchlank, Günthers Arzt. Von seinem Wi-dersacher K. Karl IV. in der Burg und StadtEltvill belagert, entsagte hier endlich der krankeKönig der ihm aufgedrungenen Krone, und starbbald darauf.

Im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundertward die Burg Residenz der Kr/bischöfe vonMainz, und mehrere derselben schlössen ihr Le-ben daselbst. Später, nach dem Fall von Mainz,als sie in der von Diclhcr von isenhiiig erbautenMartinsburg residirten, ward die Burg zu Kltvilldem Verfall und der Verödung preisgegeben.Auch die Schweden und Franzosen hatten übeldarin gehaust, so dass sie theils verbrannt, theilsabgerissen wurde. Der einzige Uebcrrest dieserBurg und die Zierde Eltvills ist der stattlichenoch ganz wohl erhaltene gothische Thurm,welcher mit der Amtswohnung zusammenhangt.