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Rheinisches Album oder Beschreibung, Geschichte und Sage des Rheingaues und Wisperthales mit der Umgegend
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Wispcrtlml, welches einst in der Geschichte desRheingatts eine so bedeutende Kollo spielte, undan welches sich noch jetzt so manches romantischeInteresse knüpft! Bodmann Iiiugnet den römi-schen Ursprung von EUvill. Andre Schriftsteller *)hingegen glauben schon in seinem früheren Ur-kundeniiamcn Atta villa einen deutlichen Deweiszu finden, dass es von den Römern angelegt undvielleicht ein kleines Kastell gewesen. Als derRheingau noch unter der Gewalt deutscher Königestand, war EUvill ein königlicher Saalhof, spä-terhin als es zum Erzbisthum Mainz gehörte,Rheingauer Gerichtshof und meistens der Wohn-ort seiner Viccdome. Im Jahr 1330 baute Erz-bischof Balduin in Folge seiner Fehden mitder Stadt Mainz die Durg zu Eltvill, eine dervier landesfürstlichcn Durgcn **) des Rheingans.Sie sollte dazu dienen, in Zeiten der Noth dieerzbischöflichen Kleinodien aufzubewahren, dieunruhigen Mainzer im Zaum zu halten, so wieauch im Rheingau. selbst einen festen Sitz miteigener Burghut zu haben, um eben sowohl dieinnere Sicherheit und Ordnung zu erhalten. 1332gab K. Ludwig der Baier dem Erzbischof dieErlaubniss seine neuerbautc Burg zu befestigen,und zugleich erhielt EUvill die Freiheiten einer

*) Vogt, Bar u. n.

**) Die andern drei waren: Burg Scharfenstem beiKicilrich, Burg Llircnl'cls bei Rüdeshcim und BureHhcinberg im Wisperthal.

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