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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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Band

lements noch diegene GefechtsfeldVerwundete auf

nigl. Sächsischen)i in der ScnlaeH:tand.

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am am 29. Augusttze der 23. Divi-Jm 9 Uhr Abendslie vom Verband-ibernehmen hatte.lliesslich 9 ander-Lazarethe bis zummutzt. Schon amVermittelung derlete nach Clermont)rte vorgefundenen'"illiers devantDun.s 10. Feldlazaretterseits dem Armee-

dessen 2. Sektionlirte sich währendtier 1. Sektion inwelche Raum fürLazareth bis zumlen, wurde es an- Reservepersonal

age der SchlachtArmeekorps zurd 9. Feldlazaretterstere sich ammfalls einrichtete.:-ankenpflege ent-ich rascher Unter-agenden, für <M

Band I.

V. Abschnitt: Vormarsch der IIb und Maas-Armee; Schlachten bei Reaumont und Sedali.

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weitere Behandlung der Zurückbehaltenen freilich zweifel-haften Vorzug, dass er im Mittelpunkt des Schlachtfeldeslag. Ueberall sah man verlassene, theilweise verbrannteoder anderweitig zerstörte Häuser, die Strassen bedeckt mitserbrochenem Ilausrath, weggeworfenen UniformstückenBlutlachen und Pferdeleichen. Die beiden einzigen grösserenIlauser der Stadt waren durch eine Französische Ambulanzund das.'!. Febllazareth IV. Armeekorps in Besitz genommen:die übrigen Preussischen Lazarethe wirkten in einer Häuser-reihe des Marktes und in angrenzenden Strassen, so dassder Dienstbetrieb beträchtlich erschwert war.

Das 12. Febllazareth übergab am 3. September seinen Be-stand (178 Verwundete) an das 8.; letzteres wurde am 8., dieFeldlazarethe No. 3 und 5 schon am 7. September durch Uaza-reth-Reservepersonal IV. Armeekorps abgelöst. Das 7. Feld-lazarett blieb in Faubourg de Mouzon bis zum 17. September.

Bayerischersoits etablirte sich noch am Abend des30. August das Aufnahms-Feldspital No. 9 1. Armeekorps,unterstützt vom Feldspital No. 2 desselben Armeekorps, inSommauthe. Das unansehnliche Dorf an der Haupt-Btrasse von Clermont nach BeaumontSedan gelegenschien wegen der Nähe des Kampfplatzes, wegen der durch-führenden grossen, schönen Strassen und des hierdurcherleichterten Transportes sehr zweckmässig, doch begegnetedie Unterbringung der in dieser Nacht und in den nächstenTagen ankommenden zahlreichen Verwundeten erheblichenSchwierigkeiten.

Bei dem fast gänzlichen Mangel grösserer Gebäude, derennur zwei vorbanden, mussten in der ersten Zeit die meistenRäumlichkeiten des Ortes, als Schule, Kloster, Pfarrhaus undmehr als 30 Wohnhäuser mit kleinen schlecht ventilirtenZimmern, sowie Scheunen benutzt werden; selbst die kleine,dumpfe, von einem Leichenacker umgebene Kirche war mangezwungen, einige Zeit beizubehalten; der gänzlichen Luft-verderbniss in derselben wurde durch Hinwegnehmen derFenster nach Möglichkeit vorgebeugt. Die Zahl der Verwundetenund Kranken war bis zum 1. September auf 403 gestiegen; am3. September wurde der höchste Tagesbestand mit 546 Mannerreicht. Ein Theil der Verwundeten, namentlich Franzosen,konnte auch in dem eine Stunde von Sommauthe entfernt ge-legenen Schlosse Belval Aufnahme finden, woselbst eine EnglischeHirLgesellschaft Behandlung und Pflege besorgte. Von den\ erwundeten bedurfte eine grosse Zahl operativer Eingriffe.Auch passirten täglich Verwundete und Kranke, aus denFeldspitälern um Sedan kommend, den an der Etappen-strasse nach ClermontBar le Duc liegenden Ort, welche beikurzer Rast frisch verbunden, gelagert oder gelabt wurden;310 solcher Passanten mussten auf 1 bis 2 Tage aufgenommenwerden. Durch die bereits seit dem 2. September eingeleiteteund fortgesetzte Evakuation war der Krankenstand bis 11. Sep-tember auf 50 nicht transportfähige Verwundete und Krankevermindert, welche man an diesem Tage der 10. internationalenAmbulanz übergab.

Ebenfalls noch am 30. August, jedoch in grössererEntfernung vom Schlachtfelde, in Grand Pre, kam das11. Feldlazarett V. Armeekorps zur Verwendung. Es nahmdaselbst die Schule, Kirche, das Gendarmerie-Gebäude,eine Gastwirthschaft und mehrere Privathäuser in Beschlag.Gleich in den ersten Tagen erhielt das Uazareth ausser

seinen aus der Schlacht bei Beaumont stammenden Ver-wundeten sehr bedeutenden Zugang in Folge der Schlachtbei Sedan. Das Lazareth blieb bis zum 4. November inGrand Pre thätig, doch verliess der grössere Theil desPersonals, als der Zugang sich verminderte und der Kranken-stand abnahm, am 12. Oktober Grand Pre, um seinemKorps zu folgen.

Am Tage nach der Schlacht, am 31. August, trat inFaubourg de Mouzon das 7., in der Mühle von Poncav beiMouzon das 11. Febllazareth IV. Armeekorps in Thätigkeit.Ersteres folgte, seinem Armeekorps am 17. September,letzteres beförderte am 14. seine letzten Verwundeten nachMouzon.

Sämmtliche genannten Lazarethe dienten vorzugs-weise zur Aufnahme Scfrwerverwundeter; die Leichtver-wundeten wurden meist auf der Strasse BeaumontSommauthe alsbald zurückbefördert. Während der Nachtzum 31. August waren in der Gegend des Schlachtfeldesalle Ortschaften und in diesen die meisten öffentlichen undPrivatgebäude, nicht minder die Scheunen mit Verwundetenangefüllt, zu Gunsten derer sich Seine Majestät der Königvon Preussen noch in später Abendstunde dem beschwer-lichen Ritte bis nach Buzancy unterzog, um hier sein Haupt-quartier aufzuschlagen.')

Ergebniss.der Schlacht

bei Beaumont sind

Die Verluste infolgende gewesen: 2 )

todt oder in Folge Ver-wundung gestorben . . 43 Offiziere 622 Mann,

verwundet......107 2580

vermisst....... 182

150 Offiziere 3384 MannSumma: 3534.

Die erste Hilfe leisteten, indem sie am Schlachttageim Schlachtfeldbezirke thätig waren, 6 Sanitätsdetachementsund 9'/2 Feldlazarethe mit 90 Aerzten, so dass auf je1 Arzt etwa 39 Deutsche Verwundete entfallen.

Von den Feldlazarethen gelangten am Schlachttageoder Tags darauf (bei Einrechnung des 11. FeldlazarethsV. Armeekorps und ausschliesslich der in Folge des Gefechtsbei Nouart bereits eingerichteten Feldlazarethe No. 3 und 10XII. Armeekorps) 8 V2 zur wirklichen Etablirung. Denselbenfiel noch ein Theil der am 31. August in den Gefechten beiBazeilles, Frenois, Flize und Douzy Verwundeten 3 ), sowiederjenigen aus der Schlacht bei Sedan am 1. September zu.

i) Generalstabswerk I, S. 1108.

2 ) Vergl. Generalstabswerk I, Anlage 40.

3) Vergl. Generalstabswerk I, Anlage 45. In diesen Gefechtenbetrug der Verlust:

todt 5 Offiziere 26 Mann,

verwundet 8 120vermisst 9

13 Offiziere 155 Mann.

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