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Band I, I Band I.
IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und Einschliessung von Metz.
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im Verlaufe des Monats November nachstehende Verwen-dung erhielten.
Das 1. löste das 10. Feldlazareth X. Armeekorps inEnnery ab;
das 2. wurde in Hayange,
das 3. in Le Sablon, einer Vorstadt von Metz, etablirt;
das 5. zur Ablösung des 1. Feldlazareths X. Armee-korps in Chelaincourt,
das 6. zur Ablösung des 5. Feldlazareths X. Armee-korps in Hessange verwendet;
das 7. in Longeville bei Metz etablirt;
das 8. mit der 1. Sektion in Moyeuvre la Grande mitAblösung des 4. Feldlazareths I. Armeekorps beauftragt,mit der 2. Sektion in St. Barbe eingerichtet;
das 10. in Ban St. Martin und Devant les ponts beiMetz etablirt.
Zur Ablösung gelangte von diesen im November neu-etablirten Feldlazarethen des VII. Armeekorps noch indemselben Monat das 5. in Chelaincourt, sowie das 8. inSt. Barbe und Moyeuvre la Grande.
Für Anfang Dezember ergiebt sieb danach bezüglich derFeldlazarethe in und um Metz folgende Uebersicht:
Aus der Zeit der Einschliessung bestanden noch das 9. Feld-lazareth VII. Armeekorps inPange, das 3. HessischeFeldlazarethin Metzervisse und Sierck, sowie das 2. Feldlazareth X.Armee-korps in Rombas. Dazu kamen die im November etablirtenFeldlazarethe 1., 2., 3., 6., 7., 8. und 10. VII. Armeekorps, inSumma 10 Feldlazarethe.
Hinsichtlich der Pflege der in Metz zurückbleibendenverwundeten und kranken Franzosen ward zunächst auf dieMitwirkung des Sanitätspersonals der Französischen Rhein-Armee gerechnet.
Das Protokoll vom 27. Oktober, betreifend dieUebergabevon Metz, hatte in dieser Beziehung im Artikel 5 1 ) festgesetzt:
„Sämmtliche Militärärzte bleiben in Metz zurück, umfür die Verwundeten zu sorgen; sie werden gemäss derGenfer Konvention behandelt werden. Dasselbe findet stattmit dem Personal der Hospitäler."
Des Weiteren hatte Artikel 3 der Anlage 1 des Pro-tokolls bestimmt:
„Die in der Stadt verbliebenen Kranken und Ver-wundeten sollen jede Pflege erhalten, die ihr Zustanderheischt."
Gemäss Artikel 5 des Uebergabe-Protokolls beschränktesich die Sanitätsleitung zunächst darauf, dem DeutschenGouvernement der Festung Metz in der Person des Chef-arztes des 9. Feldlazareths VII. Armeekorps, OberstabsarztDr. d'Arrest, einen Garnisonarzt zu geben, welcher imVerein mit dem Französischen Chefarzt, sowie mit demIntendanten der Metzer Lazarethe sämmtliche während derBelagerung zu Lazarethzwecken benutzten Räumlichkeitenbesichtigte.
x ) Generalstabswerk I, Anlage 78-
Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. I. Bd.
Ausser den Kasernen und dem grossen Militärhospitalewaren auch fast alle übrigen öffentlichen Gebäude derStadt in Lazarethe umgewandelt; ferner fanden sich vor:eine besondere Zeltstation auf der Bsplanade, eine ausEisenbahngüterwagen zusammengesetzte Krankenstation aufder Place royale sowie mehrere neuerbaute Baracken.
Am 29. Oktober hatte die Französische Armee inMetz 15 338 Verwundete und Kranke; die Zahl der letzterenwuchs in den ersten Tagen nach der Uebergabe beträchtlichan; bis Ende November gingen weitere 14 187 Kranke zu.Von den sonach in Summa behandelten 29 525 Verwundetenund Kranken der Französischen Rhein-Armee waren bisEnde November 22 208 evakuirt, 1097 gestorben und 6220im Bestände geblieben.
In Metz selbst trat am 15. November das 9. Feld-lazareth VII. Armeekorps in Thätigkeit und richtete zu-nächst das Lyceuni lazarethmässig her. Die Aufgabedieses Lazareths bezog sich vornehmlich darauf, dieaus Metz und Umgebung von den daselbst verbliebenenTruppentheilen zugehenden Kranken zu sammeln, zu unter-suchen und je nach dem Befunde die Transportablen nachder Bahn zu evakuireu, die Intransportablen aber in Be-handlung zu nehmen.
Am 8. Dezember wurde das genannte Lazareth durchdas 12. Feldlazareth VIII. Armeekorps abgelöst. Dieses,zur 3. Reserve-Division kommandirt, welche zu jener Zeitdie Besatzung der Festung Metz bildete, übergab am
24. Januar seinen Bestand mit 271 Mann dem in-zwischen eingerichteten Garnison-Lazareth in Metz, nachdemes seit dem 15. Dezember an Stelle des Lyceums dieRäumlichkeiten des grossen Militärhospitals der GarnisonMetz für Zwecke der Deutschen Krankenpflege benutzt hatte.
Ergebniss.Die Verluste während der Einschliessung von Metzund der nahen Festung Diedenhofen vom 19. August bis27. Oktober 1870 sind bei Einrechnung der Verluste ausder Schlacht bei Noisseville folgende gewesen: 1 )todt oder in Folge Verwundung
gestorben......71 Offiziere 1103 Mann
verwundet......170 „ 3483 „
vermisst....... 8 „ ______ 985 „
249 Offiziere 5571 MannSumma: 5820.
Für die erste Hilfe waren die etatsmässigen Sanitäts-detachements verfügbar; ausserdem die in Folge der
J ) Vergl. Generalstabswerk I, Anlage 77. — Bei Diedenhofen er-weist Anlage No. 103 des Generalstabswerks, dass am 15. August5 Mann verwundet worden sind und dass die weiteren Verluste vom
25. August bis 24. November betragen haben:
todt oder in Folge Verwundung gestorben 1 Offizier 11 Mann
verwundet ............ 4 „ 75 „
vermisst .......... ■ ■ — „ _____ 17 „
5 Offiziere 103 Mann17