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Dritter Abschnitt.Allgemeine hygienische Maassnahmen.
I. Bekleidung und Ausrüstung der Truppen.
Der durch alle Jahreszeiten sich hinziehende Feldzug
stellte die Bekleidung und Ausrüstung der Truppen, ins-besondere diejenige der .Mannschaften zu Fuss, durch dieandauernden Märsche und zahlreichen Biwaks bei zum Theilsehr ungünstiger Witterung auf eine ausserordentlich schwereProbe, bei welcher sich indessen die Bekleidung und Aus-rüstung aller Kontingente im Allgemeinen als durchauszweckentsprechend bewährt hat.
Der nasskalte Herbst und der harte Winter, währenddessen die Operationen ihren ungehemmten Fortgang nahmen,zwangen gleichwohl auch hinsichtlich der Bekleidung zubesonderen Maassnahmen und zur Beschaffung nicht regle-mentarischer Stücke.
Unzweifelhaft war für den Gesundheitszustand derTruppen die Anordnung von Bedeutung, dass jeder Mann— soweit dies nicht schon beim Ausmarsch geschehen —mit einer Flanell-Leibbinde zu versehen sei.
Die leinenen oder baumwollenen Hemden und die ausstarkem, ungebleichtem, baumwollenem Stoff hergestelltenUnterbeinkleider, mit welchen die Truppen in das Feldausrückten, wurden allmälig mittelst Nachschubes, Bequisi-tionen oder Liebesgaben durch gleichartige Stücke auswollenen Stoffen ersetzt, ebenso die Fusslappen 1 ) durchwollene Socken und baumwollene Strümpfe. Leider er-wiesen sich die wollenen Socken als wenig dauerhaft.Eine Anzahl Wollhemden, sowohl von den gelieferten als vonden aus Liebesgaben stammenden, wohl aus ungekrumptenStoffen gefertigt, schrumpfte bei Durchnässung bis zu einDrittel der ursprünglichen Grösse zusammen und wurdesomit unbrauchbar zu fernerer Benutzung.
Der an sich vorzügliche Mantel gewährte seiner ge-ringen Länge wegen den biwakirenden Truppen keine aus-reichende Bedeckung. Man beschaffte daher zunächst fürdie Einschliessungs-Armeen wollene Decken und dehntediese Maassregel später nach Möglichkeit aus. Bei einigen
l ) Die Fusslappen haben sich im Allgemeinen gut bewährt,namentlich wenn sie aus grober Leinewand gefertigt waren und täglichgewaschen werden konnten. Füllten sie jedoch den Stiefel nicht voll-ständig aus, so begünstigte dieser Umstand das Zustandekommen vonAbschürfungen und deren weiteren Folgen.
Armeekorps war es gestattet, die Decken durch Einschnittdeiartig herzurichten, dass der Mann sie mantelartig übahängen konnte, indem er den Kopf, durch den Einschuisteckte.
Für die Vorposten wurden bereits im Oktober gtrocknete Schaffelle ausgegeben. Auch durften die Fellder bei den Truppen geschlachteten Hammel und Schaffin den nächstgelegenen Gerbereien theils zum FütternMäntel theils zur Anfertigung von Pelzjacken hergerieliiwerden. Freilich war die Benutzung der Schaffelleeinigen Uebelständen verbunden. Da dieselben nicht \von dem Unterhautgewebe befreit, auch nur flüchltrocknet werden konnten, so entwickelten sie lästig«Geruch und gaben für die Entwickelung von Ungezieeinen günstigen Boden ab.
Uebrigens kam auch eine Anzahl bereits fertiger Pehzur Vertheilung, zunächst für die Posten der Feldwachebei der Einschliessungs-Armee vor Paris.
Sehr gute Dienste leisteten neben den Ohrenklappedie neu beschafften Mantelkappen, welche sich an diKragen des Mantels anknöpfen Hessen, ebenso die bald igrösseren Mengen anlangenden Pulswärmer und warm!Handschuhe verschiedenster Art.
Willkommene Schutzmittel gegen die Kälte wäkraider Märsche im November gaben endlich die in FranzösischMagazinen vorgefundenen, für Mobilgarden bestimmtgrossen Vorräthe von Wollblousen ab.
Naturgemäss wurde von den Bekleidungsstücken aihärtesten die Fussbekleidung der Infanterie migenommen.
Die Mannschaften dieser Waffengattung waren beiNorddeutschen Truppen-Kontingenten durchgängig mit eineiPaar langschäftiger, etwa bis zur Mitte des Scliienbeireichender, einsohliger, mit Absatzeisen und Nägelbeschliversehener Stiefel, daneben zum Theil mit einem zweit»Paar kurz schäftiger Stiefel, zum Theil — an Stelleletzteren — mit einem Paar Schuhe ausgestattet.
Schon vor Beginn der eigentlichen Operationen, wälneider langen Eisenbahntransporte und der Märsche im Kcizentrationsrayon der Armeen, trat ein Uebelstand herri
Bei der MobilmachuiFeldtruppen durchw«aus den für die ges;gelegten Vorräthenstattfindender Auffriizur Ausgabe gekomnZeit auf den KammeUmstandes hart. Beider Truppen blieb n
— insbesondere diemit Sorgfalt zu ver]liehe Einfettung gelhieraus erklärt sielikranken, welche ininacliung die Lazaret
Die Schuhe enkurzschäftigen Stiefeldurch den oberen Adrangen und, da derdergleichen Gegenstäi■oder Blasenbildung u
Auch die bei densogenannten Bundscwerden sollten, bewägelben war spröde uder Sonnenhitze hartund an den Kappen
— zumal wenn bei 1ein gebunden warenKnöcheln und Ferse:Unterschenkels, auf veinwirkten. Diese Mirischen Truppen zahlersten Wochen einenzur Folge hatten.
Bei Benutzungderartige Uebelständevielmehr im Allgemeinden Infanteristen zu st(Beziehung und erwies
Als der Krieg sund die Truppen —und tiefem Schmutzeoder — vor den bei.schmutzigen LaufgräbNachschub, bei dem
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