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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 2 (1935) Schlußband
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Die kleineren Heldenepen 155

Innsbruck 8, 1929, 533-41; Lunzer, Arona, ZfdA. 53, 1-61 (Tirol). Lunzer, Steiermark inder dt. Heldensage, Wien. SB. 204, 1. Abh. 1927, dazu L. Wolff, Anz. 48, 137 f. Baechtold,Gesch. d. dt. Lit. in der Schweiz, 1892, S. 85 u. Anm. S. 25 f.; Singer, Lit.-Gesch. der dt.Schweiz im MA. S. 39 f. R. Much, Der german. Osten in der Heldensage, ZfdA. 57,145-76.Bleyer, Die germanischen Elemente der ungarischen Hunnensage, Beitr. 31, 429-599. Reis-senberger, Siebenbürgen im deutschen Heldenbuch, Korresp.-Bl. f. Siebenbürg. Landeskde1878, 126. Voretzsch, Das Merovingerepos u. die fränkische Heldensage aaO.; Axel Olrik,Danmarks Heltedigtningen, 2 Teile, Kopenhagen 1903. 1910; G. Brockstedt, Von mhd. Volks-epen französischen Ursprungs; Schneider, Deutsche u. franz. Heldenepik aaO. Briem,Germanische u. russische Heldendichtung, GRM. 17, 1929, 341-55. 0. Basler, DeutscherKulturatlas Bd. 1 S. 64a, 1931.

Perioden, Zeit. Friedr. Wolters u. Carl Petersen, Die Heldensagen der germanischenFrühzeit, 1921 (künstlerische Nacherzählung), dazu Ranke, Anz. 42, 66 f.; Schneider, Ur-sprung u. Alter der deutschen Volksballade, Festschr. Ehrismann 1925, 112-24; Naumann, Diejüngeren Erfindungen im Heldenroman, ZfDtschkde 40, 1926, 22-34; L. Wolff, Die Heldender Völkerwanderungszeit, 1928, dazu Droege, Anz. 48, 65 f., Piquet, Rev. germ.20, 1929,42 f.; Schröder, Die Heldensage in den Jahrbüchern von Quedlinburg, ZfdA. 41, 24-32.

Personen, Namen, Stand. Aug. Lütjens, Der Zwerg in d. dt. Heldendichtung d. MA.s,Germ. Abh. 38, 1911; Müllenhoff, ZfdA. 12, 307 f.; Heusler, Heldennamen in mehrfacherLautgestalt, ZfdA. 52,97-107; s. Kluckhohn, ebda S. 163 ff.; Schröder, Wieland der Schmied,ein Excurs üb. Personennamen aus d. Heldensage, ZfdA. 53, 329-35; Justus Lunzer, DreiNamen der dt. Heldensage, Beitr. 49, 457-72; Panzer, Italische Normannen in deutscher Hel-densage, 1925; Karl zur Nieden, Über die Verfasser der mhd. Heldenepen, Bonn. Diss. 1931.

Sitten. Franz Kondziella, Volkstümliche Sitten u. Bräuche im mhd. Volksepos, 1912;A. W. Aron, Traces of matriarchy in germ. hero-lore, Univers, of Wisconsin Studies 9, 1920;Elsbet Kaiser, Frauendienst im mhd. Volksepos, Marburg. Diss. 1921, Germ. Abh. 54, 1921,dazu Schneider, Anz. 41, 194 f., Reuschel, ZfDschkde 36, 48; Neckel, Christliche Krieger-ethik, ZfdA. 58, 233-38.

Die Sagenkreise, denen die hier folgenden Heldenlieder angehören, sind besonders der ost-gotische Sagenkreis oder die Amelungensage (Personen: Ermenrich, Dietrich von Bern); fernerdie alemannische Walthersage; die Ortnitsage in loser Verbindung mit der ostfränkischen Hug-und Wolfdietrichsage; die niedersächsische Wielandsage; die bayerisch-langobardische Rother-sage (s. LG. II, 1). Reichliche Einzelheiten (Stellen): Leitzmann, Kleinigkeiten zum deutschenHeldenbuch, Beitr. 50, 393^113.

Stil, Metrik. J.Appl, Der Versschluß in den mhd. Volksepen, Progr. Bielitz 1888; LeoWolf, Der groteske u. hyperbolische Stil des mhd. Volksepos, Pal. 1903, dazu Ehrismann,ZfdPh.37, 421-23; Rich. Hünnerkopf, Beiträge z. deskriptiven Poetik in d. mhd. Volksepen,Diss. Heidelberg 1913; Neckel, Metrik u. Gliederung des Heldenliedes, GRM. 1913, 523 ff.;H.Brinkmann, Zu Wesen u. Form mittelalterl. Dichtung, 1928, 177 ff.; Karl zur Nieden,Über die Verfasser der mhd. Heldenepen aaO.; Ernst Hüttig, Der Vergleich im mhd. Helden-epos, ein Beitr. zur vergl. mhd. Stilistik, Jen. Diss. 1930; Siegfried Beyschlag, Zeilen- u.Hakenstil, seine künstlerische Verwendung in der Nibelungenstrophe u. im Hildebrandston,Beitr. 56, 225-313.

Die hier unter dem Namenkleinere Heldenepen" zusammengefaßten Dich-tungen gehören zum größten Teil dem ostgotischen Sagenkreise an. Diehistorische Grundlage für die ostgotische Heldensage ist bekannt. Anno 375beginnt die Völkerwanderung damit, daß die Hunnen, ein mongolischerVolksstamm des inneren Asiens, über die Wolga vorrücken und sich über dasReich der Ostgoten an der untern Donau ergießen, deren König Ermanarik,aus dem Königsgeschlecht der Amaler, sich in sein Schwert stürzt.