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durch den Vater und die Versöhnung berichtet; der Vater nimmt den Helden schließlich alsseinen Nachfolger in sein Reich auf.
10. Wir müssen damit rechnen, daß uns eine Anzahl mittelhochdeutscher er-zählender Dichtungen verloren ist. Am empfindlichsten ist es, daß wir BliggersUmhang 1 nicht mehr besitzen, denn nach den Ruhmesworten, mit denen Got-frid von Straßburg dieses Gedicht auszeichnet, war es an Gehalt und sprach-licher Form (LG. 11,2,321.323) ein vollendetes Kunstwerk. Auch Rudolf vonEms preist es in den beiden, Gotfrid nachgeahmten Dichterkatalogen Alex.3205-18 und Willehalm 2192-97. Umbehanc nennt man einen ringsum an dieWände zu deren Verkleidung gehängten Teppich. Solche Wandteppiche warenoft mit Bildern geschmückt. 2 Bliggers Gedicht trägt demnach wohl diesenNamen, weil es aus einer Reihe von einzelnen Erzählungen bestand, die losezusammenhingen (der löse umbehanc Alex. 3211) und sich beliebig fortsetzenließen (Alex. aaO.). Es mögen beliebte höfische Stoffe gewesen sein, besondersLiebesszenen. 3
Verloren sind uns auch die Epen dreier anderer Dichter, die Rudolf von Emsim Alexander 3113 ff. und im Willehalm 2173 ff. anführt. Sie gehören mitRudolf von Ems zusammen einem engeren schwäbischen Kreise an:
Gotfrid von Hohenlohe (Willehalm 2239-42), gest. 1254 oder 1255,ein Führer der staufischen Partei, verfaßte einen Artusroman, in welchemdie Ritter der Tafelrunde insgesamt auftraten.
Pfeiffer, Germ. 2, 499 f.; Bartsch, Germ. 24, 2 f.; Johannes Schmidt, Beitr. 3, 155Anm.; Leitzmann, ZfdPh. 43, 311. 317; Burdach, Reinmar 2 S. 390. 395. 405; Schröder,ZfdA. 67, 224 f. und Festschrift Leidinger 1930, 241-48.
Von Heinrich von Linouwe (Alexander 3254-56, Willehalm 2224-29und 7100-08, aus dem Allgäu, existierte ein höfischer Roman Der Wallcere,in dem die Heldentaten Ekken(n)es, besonders ein Turnier um einen Sperber-preis, erzählt waren.
Uhland, Germ. 1, 319 ff. u. Schriften 8, 354 ff.; Vogt, ZfdPh. 25, 6 f.; Ders. bei Euling,Kisteners Jakobsbrüder 1899 S. 125 f.; Leitzmann, ZfdPh. 43, 316; Schröder, ZfdA. 67, 233.
1 Lit: Piper, Höf. Ep. 1, 352 ff.; Wallner, scher Gast, Ausg. S. 528 f.: Darstellungen derStammlers Verfasserlex. 1,248 f. — Johannes von Thomasin im Waischen Gast V. 1030 ff.Schmidt, Beitr. 3, 173-81. — , Umbehanc' als genannten weibl. Musterbilder; Lachmann zuBuchtitel des Werkes erst bei Rud. v. Ems: Iwein 6444: u. a. die Fabel von Pyramus u.Schröder, ZfdA. 66,144. — Bligger alsMinne- Thisbe, dagegen Schönbach, Üb. Hartmannsänger s. unter Minnesang. v. Aue S. 187; Pfeiffer, Freie Forsch. S. 55
2 Pfeiffer, Freie Forschung S. 1-4; Alwin -82: Anlehnung an Ovids Heroiden, AinuneSchultz, Höf. Leben 2 1, 76-78, Deutsches Le- sei ein Rest des Umbehancs, ebenso Bartsch,ben im 14. u. 15. Jh. 1,65 ff.; Julius Lessing, Albr. v. Halberst. S. CXXX, dagegen Johan-Wandteppiche u. Decken des MA.s, 1913; nes Schmidt aaO.; Steinmeyer, GgA. 1887,v.d.Leyenu. Spamer, Die ad. Wandteppiche 804; v. Kraus, ZfdA. 51, 369-73. — R. M.im Regensburger Rathause, 1910; v.d.Leyen, Meyer, ADB. 35, 670, u. ZfdA. 39, 305-26,Dt. Dichtung u. bildende Kunst, Festschrift hält Moritz v. Craon für die Einleitung desMuncker 1916, SA. S. 11. 17; Betty Kurth, Umbeh., dagegen Schröder, ZfdA. 38, 105Die dt. Bildteppiche des MA.s, 1926. —LG. II, (Schröder nennt Anz. 13, 119 einige Erzäh-2 Reg. S. 349 b . lungen, die Teile des Umbeh. gewesen sein
3 Docen, Mise. 2, 1807, 295, u. Mus. f. ad. können); s. auch Schröder, Gott. Nachr.Lit. u. Kunst 1, 1809, 138 f.; Rückert, Wäl- 1917, 161.
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