III. Capitel.
Die geographisch-geologischen Verhältnissein ihrer Beziehung zu den Krankheiten.
Die geologischen Verhältnisse sind im Allge-meinen auf der ganzen Erde gleichartig. Ob-gleich wir ausserhalb Europa's weniger Genaues über dieFormations-Verhältnisse der Continente und Inseln wissen,kennen wir doch diese allgemeine Gültigkeit ihrer Gesetze.Wir wissen, dass die Theorie der Entstehung sowohl derunteren krystallinischen Massen, wie der oberen geschichtetenLagerungen, für den ganzen Umfang der Erde gilt, dassdie Reihenfolge der Formationen dieselbe ist, wenn aucheinige fehlen können und an verschiedenen Stellen derErd-Oberfläche die einen oder die anderen, zu Tage liegend,als Wohnorte dienen; und endlich sind auch die mineralisch-chemischen Bestandteile aller einzelnen fast allein in derQuantität, nicht in der Qualität der vorhandenen verschieden.Dies zu wissen, ist für die Beurtheilung der geographischenVertheilung der Krankheiten von grosser Wichtigkeit, dader geognostischen Beschaffenheit des Bodens, mit mehr oderweniger Recht, manche und grosse Einwirkungen darauf zu-geschrieben werden. Von diesen Verhältnissen ein kurzesBild zu entwerfen, wird an diesem Orte nicht überflüssig sein.Die feste Rinde unseres Planeten kann man sich aus dreiHaupt-Ordnungen zusammengesetzt denken: unten