Druckschrift 
[1] (1604)
Entstehung
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25.Oiget die fünff vnd zwantzigste Figur / auff vorige grundt Regell der natur vnd eigenschafft der Perspectiven, wie in der andern Figur erwiesen werden / auff welchem grundtin der Architectur gestelt ist / ein AEdifitium oder Gebewde mit vier columnen stehend auffeine Dictantz der linien des Augen punctens von vndten so woll als von oben gezeichnet mita. b. c. d. auß welcher vorgehnde linien die andere Columnen alhie auff gericht / ihre anweisung haben / Item noch ein Gebewde der Architectur, auff der andern seiten / mit dreyerleyTreppen / eine auff steigend gezeichnet mit e. vnd zwo absteigende Treppen gezeichnet mit f.g.alles nach der Linien Ocular, auff die auff steigende Treppen steht ein Bardis oder auff tret-tende stiegen / alle ihre leisten mit Liniamenten nach des Augen puncts linien der Perspectivengemäß erwiesen.26.¶Olget die Sechs vnd zwantzigste Figur auff grundt Regeln vnd Lineamenten wie zuͦnorin welcher die rechte stelling eines kreütz gewelbes anzüschawen / welche bewiesen wirdmit einem Bogen in sich begreiffend die weitte von fünff theile außm grundt von vornen / wieauch zu gleich mit von den beyden seiten / in welchen gestellet sind die Perpendicular oder rechtstehende Linien, wie dan auch des Augen puncts vnnd Diogonalis, auß welchem Augenpuncgezogen auff die Basin gezeichnet mit a. vnd hin wiederumb auff die Littera. b. vnd dan die a.gezogen auff den Orisonal puncten / wie dan auch die b. auff der anderm seiten des Orisons,bezeichnet auß dem grundt den standt des Pfeilers / fornen genuͦgsam bewiesen / Diß in gleichemfahl auff der andern seiten gezeichnet mit b. c. vnd zuͦ gleich mit also gelinyrt wie vber derOrison, hie neben sind gezeichnet auß des Auge puncts vnd Diogonalis püncte drei Linien ange-wiesen mit den buchstaben e. f. g. da dieselben vber ein ander schlagen / erzeigt sich das rechtemittel vnd der punct des kreütz Gewelbes / wie dan auch die linia so mit h. verzeichnet ist / die höheder zweyen seidt bögen zu beyden seiten so woll jner alß außwendig beweiset / auff welcher vorgehinde Linien g. man ziehen soll mit dem Zirckell den bogen so von fornen steht / wie dan auchgleichfals den andern bogen von vornen / vnd so fürdter / so viel man der einsichtigen Bögenmachen will / vnd die kreütze gleichfalß mit dem Zirckell vber ein ander / welcher puncten Zirckelmit Zweyen Sternlein oder Asteritis angewiesen sind / damit man sehen möge / wahin die selben zu stellen sein werden / auß diesem vorgemachten kreütz gewelbe mag man die andern nachfolgends machen / so viel man deren haben will / vnd diß ist auffs kürtzste fur die rechte stellungeines kreützgewelbes alles sehr klar mit seine Lineamenten angewiesen / woh noch der nach for-scher mehrer verstandt wirdt faßen khönnen / dan auß vielen lang vmbschweiffenden schrifftē27.Folget die Sieben vnd zwantzigste Figur auff den grundt vnd Lineamenten wie vorhinn / Jn

welcher gestelt ist / ein Gebewde der Architecturen mit einem Frontispicio von dreyen Bö-gen / nach der alten manier der Colomnen war von der mittler boge fünff theile in sich begreifft /vnd die zwo seiten bögen jede drey theile außm grundt / welcher Columben ihre Basen vnd Ca-pitellen sich strecken mit ihren Lineamenten auffs Augenpunct / wie dan auch die insichtigenColumnen / so woll von der seiten alß in der mitten / wie dan auch der selben Bögen so woll vonder seiten alß mitten auff ihre verkhürtzende linien des Augenpunctens / was nun die verkhurtzung der Bögen ihr gewelbung belangt / solchs ist zu vorhin schon erwiesen / vnd diese Figurwirdt der liebhaber solchs leichtlich anweisen28.Folget die Acht vndzwantzigste Figur auff den grundt wie zuͦnor / In welcher gestelt wirdtdie form eines insichtigen khammer / nach der Perfectiven Linien / mit den Figuren / Thüren / vnd fenstern jedes gestelt nach seiner Distantz vnd des gesichts / Die Theüre gezeichnetmit a. ist den rechten auff / vnd zu gang auff den grundt mit stipfflen angewiesen / folgends dieselben Linien des Augenpuncis vnd der Paralellen oder zwerch Linien, vnd die abzeichnug oderder abriß hatt drey theile auff den grundt fur die helfft / nach der Thüren auff sperren / so woloben alß vndten warinnen auff vnd zu sperren der Thürn wirdt anzüschawen sein / Die Thürbbegreifft in sich vier theyle außm grundt dessen auff vnd zuͦ sperren begreifft in sich acht theyle /wie daßelbige die Figur außweiset / Gleichfalß die Thür gezeichnet mit c. Prestirt eben deßelbtge was nun die Fenstre belangt / müssen die selben die Natür der Thüren folgen / nach der höhevnd größe der selben / Hie bey sind noch gefügt drey Figuren eine ligende auff den grundt vndzwo stehende auffrichtig / auff gleichmäßige höhe derer verhöhung von vndten müßen genummen werden / Damit zuͦ erweisen die verkhürtzung der Figuren nicht von oben was auff einengrundt steht / sondern wie gemelt / von vndten / So viel nun die dritte Figur betrifft / welche li-gend anzüschewen / die beweist der verkhürtzung wieder die auffgerichten Figur von Sechs-halben schuch gezeichnet mit c. Der selben lenge ist auff den grundt angewiesen / alles nach desAugen puncts / vnd des Orisons verkhürtzung / vnd ist zu mercken das diese sechs vnd ein halbtheyle / so die Figuren alhie begreiffen müssen genummen werden nach der rechten Distant.einer Persohn von fünff oder sechsthalben schuͦhen seines gesichtes.FOlget die Neün vnd zwantzigste Figur / auff den grundt Regel vnd Liniamenten wie zůuorwelcher Form gestellet ist in die höhe / von wegen der gewelbung in welcher Form begriffenist ein sehender gang der Perspective, in zwälff theyle in die weitte getheylet vnd elff theyle in diehöge der Tenia, oder quadraten leistes / welche vorgehnde leiste nach der Perspectiven in seinequadratur geht vnd die Linie des Augen puncts folgt/ vndter welchen leist ein Bogen wie einPforten wie dan auch von beyden seiten die Fenster / gesteltt sind / ein mittel des bogens ist ge-