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3 (1842)
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c König be-iwürde, undn geheimen

erfolgtei Todrung herbei;war aber eind, daß die-ler Monarchs bisherigenitärwesen so, so weit als! eingerichtet

dem Königedadurch noch

zu erhaltenibkow, einer Gewandt-r Nebenbuh-jähre beehrte^em Besuche

mit großernit ihr un-ZI. gab demund verlieh»ährend ihm»r das Pra-oar.

; durch dent wurde, sah

Karls XII.' jeden fried-kig verwarf,liführte, dieonnten. Zu,i 1715 mitn Stralsund,erwartet an-?re feindliche

Friedlich>re, und auchruppen dazu,erbefehl ganzi,000 Mannrl XII. nurn tollkühnen' die größted zur Vela-

sich der In-u bemächti-len 18,000mbei einge-t guter Ord-lbend. Leo-drei Treffen>r durch vor-h durch ei-len, woran)t gearbeitet-alsund hin-^ diese Vor-genheit dener Feldmar-wollte mög-d, wie weises mit 4000

Mann auserlesenen Truppen nach Rügen überge-setzt, und rückte früh 4 Uhr zum Angriffe vor. Nurder Graben mit den spanischen Reitern hielt denkühnen Anlauf der Schweden auf, welche sich ver-geblich bemühten hier durchzubrechen, und ^urch einmörderisches Feuer endlich zum Rückzüge gezwun-gen wurden. Als Leopold sich zur Verfolgung an-schickte, griff ihn Karl mit crneueter Wuth an,und würde vielleicht glücklicher gewesen sein, wäreer nicht zweimal bedeutend verwundet worden.Nunmehr kam die Reihe an Stralsund. Mit gro-ßer Aufopferung an Menschen erstürmte Leopoldden 8. Dezbr. den bedeckten Weg, und den 17. einHornwerk, das der König in Person vertheidigte,worauf dieser in einem kleinen Boote nach Schwe-den sich rettete, die Festung aber in die Gewalt derVerbündeten kam, welche am 26. ihren feierlichenEinzug hielten.

Mit dieser rubmvollen Eroberung beschloß L e o-pold auf längere Zeit seine kriegerische Laufbahn.Er war erst 40 Jahr alt, voller Lebenskraft undRuhmbegierde; doch eine lange Reihe von Friedens-jahren entzog ihm jede Gelegenheit, diese Leidenschaft,so wie er wünschte, zu befriedigen. Sein Thunund Treiben in den nächsten -0 Jahren verdientaber nicht minder Beachtung; denn er trat zumpreußischen Staate in ein Verhältniß, dessen Wir-kungen von historischer Bedeutung geworden sind.Zuvörderst muß hier einer Reihe von Intriken ge-dacht werden, welche Leopold mit dem GeneralGrumbkow und einigen Anderen in der Absichtanspann, den Einfluß der Königinn zu schwächen,und nicht blos in der Gunst ihres Gemahls sich zubefestigen wozu es solcher Kunstgriffe nicht be-durft hätte sondern auch dessen muthmaßlichenNachfolger in ihr Interesse zu verflechten. Dießführte zu einigen unangenehmen Auftritten, die je-doch ohne erhebliche Folgen geblieben wären, bättenicht ein sehr schlauer Betrieger, ein gewisser Ele-ment, welcher den vornehmsten Machthabern in Wienund Dresden als geheimer Agent diente, jene Vor-fälle benutzt, um dem Könige von Preußen Ver-dacht gegen seine näcbste Umgebung, namentlich ge-gen Leopold, einzuflößen. Es kostete Letzterem we-niger Mühe, das Vertrauen des Königs wieder zugewinnen, als diesen zu überzeugen, daß er vonElement hintergangen worden sei. Doch zog derFeldmarschall au« diesem Zwischenspiel die Lehre, daßes für ihn jedenfalls besser sei, sich mit dergleichenIntriken fernerhin nicht einzulassen, und nur dieVerbesserung des Heerwesens zu seinem Geschäft zumachen.

Friedlich Wilhelm I. war seit seiner Thron-besteigung eifrigst bemüht gewesen, Preußens Kriegs-macht ansehnlich zu vermehren und zu befestigen;Leopolds Rath und Beistand blieb ihm also ganzunentbehrlich, und die Neigung Beider lief hierin einem Brennpunkte zusammen. Die Leitung die-ser wichtigen Angelegenheiten blieb jedoch ganz inden Händen des Feldmarschalls, von dessen über-wiegenden Talenten der König eine so hohe Mei-nung hatte, daß er sich nur in Nebendingen dieEntscheidung vorbehielt, woran er auch sehr wohlthat. Hauptsächlich wurde darauf hingearbeitet, sichder gänzlichen Unterwürsigke,t des Willens, vomTambour bis zum General hinauf, zu versichern,und in allen Dingen die größte Gleichförmigkeit zu

erzielen. Die Mittel dazu waren- unaufhörliche Be-sichtigungen und Uebungen, vom Morgen bis zumAbend; beispiellose Grobheit gegen >eoen Untergebe-nen, gleichviel von welchem Range; bei dem gering-sten Verseben die härtesten Strafen, Ein angespritz-ter Wasserfieck, ein schlechtgeputzter Knopf am Rocke,ein fehlerhafter Griff mit dem Gewehr und dergl.,hatte die unmäßigsten Stockprügel zur unausbleibli-chen Folge. Auf diese Weise und durch solche Mit-tel gestaltete sich das Heer zu einem Körper, derwillenlos sich jedem Gebrauche fügte, mitten in dergrößten Gefahr nur der Stimme des Anführers folgte,alle menschliche Regungen völlig unterdrückte, durchdiese seltene Willfährigkeit jede vorhandene Eigenschaftzur höchsten Potenz steigerte und manche fehlendeersetzte. Während aber der König mehr auf Aeußer-lichkeiten hielt, und keinen Anstand genommen habenwürde, sich selbst in Arrest zu schicken, hatte derFeldmarschall bei ihm oder seinem Regiment« for-melle Verstöße wahrgenommen; so behielt Letztererden Hauptzweck stets im Auge, und bediente sich die-ser qualvollen Kleinmeisterei zur Erreichung seinerhöheren Absichten. Vor Allem richtete er sein Au-genmerk darauf, der Infanterie eine entschiedeneUeberlegenheit im Gewehrfeuer zu verschaffen, weß-halb er manche Verbesserung an den Gewehren undderen Handhabung, so wie die dreigliedrige Aufstel-lung und verschiedene Feuerarten einführte, derenNutzen jedoch oft nur in der Einbildung bestand.Den Evolutionen wurde gleiche Sorgfalt gewidmet,und rücksichtlich ihrer Gleichmäßigkeit fast Unglaub-liches bewirkt, Alles durch Hilfe des spanischen Roh-res, welches sonach zur vornehmsten Triebfeder wurde.Die Caualerie wurde jedoch ganz vernachlässigt; dennder König fand sie zu kostspielig, und Leopold hatteseit den Tagen von Höchstädt und Malplaquet alles Ver-trauen zu ihr verloren. Diese Vernachlässigung bestraftesich später sehr, und setzte dadurch die politische Exi-stenz des ganzen Königreichs auf's Spiel. Glei-chen Eifer widmete Leopold dem Rekrutirungs-und Verpfiegungswesen, der Anlage von Gewehrfabri-ken und Wassenplätzen; kurz, es entging kein wich-tiger Gegenstand seiner Aufmerksamkeit, und baupt-sächlich durch diese schnelle Entwickelung der Kriegs-kräfte ist Preußen zu dem Ansehen gelangt, dessenes sich schon damals zu erfreuen hatte, sowie demgroßen Friedlich hierdurch die Mittel zur Ausfüh-rung seiner kühnen Plane mit weiser Hand vorberei-tet wurden.

In Verwaltung seines eigenen Landes fuhrLeopold in der früher angedeuteten Weise fort,kein Mittel unbenutzt lassend, sich zum alleinigenBesitzer des Giunoeigenthums zu machen. Nachdemdieser Zweck erreicht war, entstanden zwar überallneue Dörfer, Straßen, Brücken und andere nütz-liche Anlagen, aber der öffentliche Wohlstand in hö-herer Bedeutung ward dadurch nickt befördert; denndie Juden und Bettler nahmen immer mehr über-hand, und die höheren Volksklassen wanderten aus.Im größten Widersprüche mit Leopolds väterlicherSorgfalt für das materielle Wohl seiner Untertha-nen stand auch dessen unmäßige Leidenschaft für dieJagd, welche zu vielen Bedrückungen und Grau-samkeiten Anlaß gab. Sein persönlicher Eifer kanntebei diesem Vergnügen leine Gränze, und er ver-folgte einst einen Hirsch von Dessau bis Torgau,wobei er mehre« Pferde todt litt, und einen Weg