rächt, auf-weiche fürbgeschnittenht angelegt
5rstenthumstzt befestigte:k Breslau,)te der Pro-reizendstenund nahenem schweid-der Ostsee,2.^ St. vomen Gränze,«lau, größ-schmacke ge-lcke, 1 Vor-wktplatz, 4, 1 evange-r Vorberei-«gerschulen,)t der weib-- und Witt-b e gestiftet,Kapuziner-ehemaligen1 Leihhaus,aus, 1 gro-Häusern un-ilitar. DieLandgerichtsüdrathamtes,)ominikaner,. Die Mi-ttur, 1 Re-und 4 Ar-ind 2Kaser-
d Bier- undcberei, Pfef-wchen heißt^n gesuchtenund Leinwe-Färberei unde wöchentli-die 2 Vieh-,hier auch ei-he große Ge-rn ins Aus-hhandlungen,Kupferdrucke-. AmWas-Papiermühlc
)ie katholischeund Wen-!30 im alt-und langes,Schnitz- undder Thurm,243 F. hoch
L
bis zum Kranze, der höchste in Schlesien, einMeisterwerk des Peter Zschin (5 1525); von derihn umgebenden Gallerie, zu welcher 320 Stufenführen, hat man eine herrliche Aussicht auf dieStadt und Umgegend, auf das Riesengebirge, denPitschenberg, die Eule und die striegauer Berge. Diegrößte Glocke, 173 Zentner schwer, zerschmetterte 180?bei der Belagerung eine Kanonenkugel. Das erhabeneInnere dieses ehrwürdigen Tempels, dessen Hochal-tar eine auf 7 Säulen ruhende Kuppel und einwerthvolles, aber schon wurmstichiges Schnitzwerk:Maria mit dem Jesuskinde, zieren, ist leider durchschlechte Fcescomalerei verunstaltet. Zwei Seitenal-täre sind noch, der eine durch die Darstellung derschändlichen Judenverfolgung von 1453, der an-dere als ein Werk der Töpferkunst, bemerkenswerth. —Die evangelische Kirche zur heiligen Drei-faltigkeit, eine der drei westfälischen Friedens-kirchen, ist 1656 bis 57, nach dem Riß des kai-serlichen Ingenieur Albert von Sa bisch, in Kreu-zcsform aus Lehm und Holz, welches Heinrichvon Hochberg aufFürstenstein dazu schenkte, erbauetworden. Sie ist ganz einfach, aber so groß, daßsie 8000 Menschen fassen kann; hat aber keinenThurm und steht in der Vorstadt. Daher hängtdas Geläute in einem besondern Glockenhause. Da-gegen besitzt sie eine der sckönsten Orgeln in Schle-sien. Nachdem diese schon 1784 erneuert worden war,erhielt sie 1802 durch den Abt Vogler die vonihm erfundene Vereinfachung. Ihr gegenüber istnoch eine kleinere Orgel zur Begleitung des Wochen-gottesdienstes. Unter andern Sehenswürdigkeitendieser Kirche ist der 1752 vom Bildhauer Hoffmanngefertigte Altar, über welchem die große Orgel steht,mit Statuengruppen, statt der Gemälde, und dievon demselben Künstler auf gleiche Art gearbeiteteKanzel zu bemerken. Besonders sehenswerth istder sie umgebende Fried Hof, welcher von hohenLinden beschattet, einen angenehmen Spaziergang-gewährt. Durch das Verdienst des KaufmannsTiede, dessen Familiengruft besonders schön ist,gleicht er einem unmuthigen Garten. Eine Urneunter einem Säulendache in Tempelform, an des-sen Sims 8 symbolische Zeichnungen angebracht sind,steht im Hintergrunde eines mit Gesträuch umgebe-nen Platzes, wo die Todten unter einfachen Grab-steinen ruhen und auf musterhafte Weise alle Bilderder Vernichtung entfernt sind. Am Eingange stehenPyramiden von Fichten als Bilder der Vergänglich-keit und im Vordergrunde befindet sich eine Alleevon sibirischen Erbsenbäumen. Der Platz zu denGräbern ist mit den schönsten Gattungen Mohn be-pflanzt, und mit einem Fichtenspaliec in Bogenumgeben; weiterhin folgt ein Spalier von Corne-liuskirschen, auf jeder Seite stehen 4 Platanen.
Den Ring oder den Marktplatz ziert, außerder h. Dreifaltigkeitssäule, bei welcher 1575der Böhme von Tausdorf enthauptet wurde, dasalterthümliche Rathhaus, an dessen 4 Ecken stei-nerne Wasserbecken stehen, und in welchem sich nochdie Kapelle zur h. Dreieinigkeit, 1449 er-bauet und das Theater befindet. Daneben er-hebt sich der 165 F. hohe Thurm, 1420 erbauet.In einem feuerfesten Gewölbe verwahrt man einevollständige Urkundensammlung der Stadt und ei-nige mangelhafte Handschriften des Sachsenspie-gels; außerdem zeigt man das 7 F. lange Para-
de schwert des Herzogs Bolko I., ein Paar Pau-ken aus jenen Zeiten :c. Das schöne und schwereSilberwerk, Becher, Löffel :c. vom Herzoge derStadt geschenkt, wurde 1809 als Silbersteuer aufdem Altare des Vaterlandes geopfert. — Bemer-kenswerth ist auch das Gesellschaftshaus, 1802auf der Brandstelle des gräflich schafgottschen Hau-ses erbauet. Außer dieser Gesellschaft der vorneh-men Familien giebt es auch noch seit vielen Jah-ren 2 Freimaurerlogen. Belustigungsort der Bür-ger ist das Schieß Haus. In der Nähe sind die3 Gesundbrunnen: Charlottenbrunn, Altwas-ser und Salzbrunn, ^ St. von Fürstenstein, des-sen 3 Quellen das schlesische Selterwasser ge-ben. — Die Lage der Stadt, welche sich am vor-theilhaftesten auf der Höhe von Reichenbach ausnimmt,auf einem sanften AbHange, verschafft ihr den Vortheil,daß die Gassen von jedem Regen gereinigt werden,und die nahen Berge machen zwar die Witterungveränderlich, aber die Luft gesund und fruchtbar.
Schweidnitz, slavisch Swidnize, d. h.Schweine-Bach oder Trifft, so genannt von den wil-den Schweinen, welche ursprünglich in der Gegendsehr häufig waren, und wovon die Stadt auch einwildes Schwein im Wappen führte, unbekanntenUrsprungs, war schon im 10. Jahrhunderte eineBurg mit städtischen Gerechtsamen, deren Vergrö-ßerung die Kirche U. L. Fr. im Walde mit einemKloster, 1220 gegründet, zunächst beförderte, undbis 1241, wo sie die Mongolen oder Taltaren zer-störten, eine offne, aus hölzernen Häusern beste-hende, aber durch die Aufnahme der 1218—22 ausBreslau vertriebenen Juden, ansehnliche Stadt.Heinrich III. von Breslau (1241—1266) schenkteihr einen Wald zum Aufbau von Häusern für dieankommenden deutschen Handwerker und das deutscheRecht; Heinrich IV. (^ 1290) 1277 die Nie-derlagsgerechtigkeit, den Vier- und Weinausschroot,und Bolko I. (1290—1303), erster Herzog vonSchweidnitz, der es zu seiner Residenz machte, ertheilteihr das Meilenrecht über Tuchmacher, Schuh-macher, Schneider und Schmiede, umgab die Stadtmit einer dreifachen, bethürmten Mauer, erbauetedie herzogliche Burg und einige steinerne Gebäude. Un-ter ihm kamen 150Dominikaner 1291 nach Schweid-nitz, um auch hier die waldensische Ketzerei auszu-rotten. — Sein Sohn und Nachfolger Bernhard(1-1326) beförderte das Gedeihen der Stadt durchneue Vergünstigungen, namentlich durch die Zoll-freiheit auf den Straßen nach Reichenbach, Fran-kenstein und Glatz, und suchte sie, nach dem gro-ßen Brande 1313, wo nur die Pfarr- und Kreuz-tirche stehen blieben, durch den Bau steinerner Häu-ser mit Lauben und Kellern :c. noch schöner undfester herzustellen. Herzog Bolko II. (1326—68>setzte sie in einen solchen Vertheidigungsstand, daßsie König Johann von Böhmen 1345 vergeblichbelagerte. Durch jene Begünstigungen der Herzoge,sowie durch Handel und Gewerbe, wuchs Schweid-nitz immer mehr an Bevölkerung und Wohlstand. Dashauptsächlichste und einträglichste Gewerbe war dieBrauerei seit dem 14. Jahrhunderte. Das schweid-nitzer Vier, berühmt unter dem Namen schwarzerSchöps, ward weit und breit, nach Böhmen, Po-len, Ungarn und Italien versendet, wo die Nieder-lagen in Prag, Krakau, Ofen und Pisa waren.Die Anzahl der Gebräude stieg in einem Jahre auf