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Allen jungen anfahenden / liehabenden Schülern dieser Kunst / wünd-sche ich Heinrich Lautensack / Goldschmid vndMaler zu Franckfurt am Mayn / von Gott durchChristum viel glück vnd heyl.Vnstiger Freundtlicher liebhaber dieserKunst / Nach dem die Kunst jetzt zur zeit so gar am tagligt/ (wie man sagt) zweiffelt mir nit/ es werden jr vielsagen / was ich mit disem Büchlein wöll anfahen / dieKunst gehe vorhin betteln / vnd warumb ich dasBüchlein wöll an tag geben / vnd ich keiner bin der dieser Kunst erfah-ren sey / Ja werden sie sagen / es sey ein alte gemeine rüstung / wenn esandere leut vorhin nicht gemacht hetten / so würd ichs auch auß mei-nem kopff nicht erdencken / Derhalben sag ich auch / das ich es nicht er-funden hab / aber doch wil ich solche Gesellen fragen / Zum Ersten / wiees zugehe / das jrer so viel seind / die mit feinen gaben vnd künsten vonGott begabet sind / da sie mancher Edlen jugendt möchten mit dienen /vnd sie lüstig machen etwas zu lernen / aber dasselb jetzt zur zeit vnder-lassen wirt / vnd ehe sie derselben Künst eine an tag geben / so trügen siees viel ehe mit sich in das grab / darzu wo etwan ein gut stück an tagkompt / köndten sie es alle hinweg thun / dz keinem etwas daruon wür-de / so theten sie es auch / sie haben stets sorg / die jugent lehrne zu viel / Jchglaub aber / hett jr einer zehen knaben / vnd kehret all sein fleiß mit jnan, es würd doch mühe genug darbey sein, das jr einer oder zween et-was lernete.Zum Andern / so wil ich sie jetzt abermal fragen / wie es komb / dzdie fürnembsten Künsiner dieser zeit / so sie etwas machen wöllen / an-derer leut Künst für sich nemen / vnd dasselb nach machen / darauff sagich: Wenn vns die alten die Kunst nicht an tag hetten geben / weiß ichwärlich nicht, ob wir es jetzt zu vnserer zeit mit mühe vnd arbeit wür-den zusammen tragen, vnd an tag geben, So weiß ich auch, es sey einKünstner so groß als er jmmer wöll / so er schon ein werck auß seinemeignen verstandt macht / das er nicht ander leut arbeit darneben helt /Derhalben