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Frühlings Sieg und Einzug : Festspiel mit Musikeinlagen ; 1. Teil
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Die Jungfrau:

Ich folge Dir, wohin Du magst auch streben,

Mein Stab, mein Stern, ich folge Dir durch's Leben!

(Sie gehen ab nach aussen.)

Der Vorhang schliesst sich.

Musik.

Die Zeit (spricht weiter):

So wandert unser Brautpaar denn hinaus

In Luft und Licht, die Sonne zu der Sonne!

Und friedlich schaut ihm nach das stille Haus,

So schmuck und froh, als lacht' es mit vor Wonne.

Wie anders doch die dunklen Felsenspalten,

Und starrer Eiseshöhlen wild Geklüft,

Drin Jene wie in ihrem Hause schalten,

Die König Winters Kampfesruf jetzt trifft.

Aufstöbern da mit dem Gekrächz, dem grellen,

Die Raben jählings diese Spiesgesellen.

Kennzeichen ihrer ganzen Wesenheit

Das sind die Augen, scheel und grausam blickend!

Sowie erkältend grimme Hässlichkeit,

Mit Macht abstossend, Herz und Geist bedrückend,

Die nun zur Nacht in grauem, düstrem Zug,

Gewölken gleich, - am Horizont aufsteigen.

Nur langsam folgen sie der Raben Flug,

Darauf bedacht, sich nicht zu früh zu zeigen.

Sie spähn nach Nord und harr'n auf das Erscheinen

Des Königs, um mit ihm sich zu vereinen.

Noch ist des Himmelsdomes Wölbung klar;

Und in das still geheimnisvolle Dunkel

Giesst seinen milden Zauber wunderbar

Des Mondes Glanz, der Sterne Lichtgefunkel.

Bald doch ein and'rer Glanz von sond'rer Art

Wird bei des Tages Nah'n den Thalgrund füllen,

Hell leuchtend, und doch auch so mild und zart,

Wird er in frohe Fantasie'n Euch hüllen.

Doch dazu muss ich Hülfe mir zitieren:

Du Schwester, komm'! Dank winkt Dir nach Gebühren

Musik.

Der Vorhang öffnet sich.

Frühlings-Szenerie, aber noch in Mondlicht-Halbdunkel gehülltEine weibliche Figur, die

X RntRSie 9 schreitet daher und spricht:

Wie wohlig grüsst mich diese Stelle,Sowie zu sommernächt'gem Fest!Zu meinen Füssen sacht die WelleLeiswogend sich vernehmen lässt.Hier ist's so traut I hier soll's geschehen,

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