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Frühlings Sieg und Einzug : Festspiel mit Musikeinlagen ; 1. Teil
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Im Herzen, dem wonnedurchzitterten, blüht es,Im selig zum Leben erwachenden glüht es:

Ach, dass mir so Süsses geschah!"

Da wehte ein eisiger Wind über Nacht,Hat Lenz und Liebe umgebracht,

Dahin dahin!

Das welkende Blümlein am Boden verzagt,Das Vöglein im starrenden Baume es klagt:Ein Traum ein Traum!

Der Jüngling:

Nein nein, so soll es nimmer sein, nein nein!Ich bin ja Dein und Du bi-t mein, bist mein,Auf ewig mein! Du Vöglein, hör's, im Baum:Nicht welket Lenz und Lieb', kein Traum kein Traum!

(Glühende, sturmische Umarmung.)

Der Jüngling:

Dem Lied war schön, und Dank sei Dir Geliebte!

Doch mögst, wenn je sein Inhalt Dich betrübte,

Ein anderes hören Du, von einem Mann,

Der einst in tiefer Herzensnot gewann

Drauss' durch Natur und Lenz ein neues Leben;

Dem dort ward Kraft und Mut zurück gegeben.

Die Jungfrau:

O sag' auch Du das Lied! und ich will hörenOb ich mich eines Bess'ren kann belehren!

Der Jüngling:

In der Nacht auf dem Lager warf ich hin mich und her

Und wusste nicht aus oder ein,

So siedend mein Blut, und mein Kopf mir so schwer,

Brach' ewige Nacht doch herein!

Da blaute von aussen das sieghafte Licht,

Durch das Fenster brach Goldsonnenglut,

Und schrieb in mein trfnenumflortes Gesicht:

Sei getrost, es wird wieder gut!

In den Wald bin einst ich gegangen allein

Am frühen Morgen im Mai,

Mein Herz war so schwer, voll Angst und voll Pein,

Ich sehnte den Tod mir herbei.

Da sprosst' e^ von Leben in Tiefe und Höh',

Und es quoll in die Seele mir Mut,

Da klang es, da sang es in Ferne und Näh':

Es wird Alles Alles noch gut!

Die Jungfrau:

Es ist ja schon Alles so gut!

Der Jüngling:

Ja ja, es ist auch Alles gut und wird es bleiben!Und unabweisbar will's hinaus mich treiben,Um ihm, dem jungen Frühling, der da baldWohl in des schmucksten Prinzen Lichtgestalt,Einziehen wird, aus tiefstem IlerzensdrangeZu huldigen, mit Dank und Lobgesange!