Was längst des Herzens Wunsch mir war,
Hier will ich grüssen, will ich sehen
Der Frühlingsgeister luft'ge Schar!
Aul meinen Ruf soll'n sie erscheinen,
So heute, wie in alter Zeit,
In frohem Reigen sich vereinen,
Zu Lust und heit'rem Spiel bereit.
Auf mei.ien Ruf, der ihrer Meister
Von je, denn sUts noch folgten sie,
Wie all' der Dichtung flinke Geister,
Dem Ruf der Göttin Fantasie.
Dann träumt das Tal mit stillem I. ansehen,
In wunderreicher Märchenpracht,
Und sanft umsäumter Höhen Rauschen
Den holden Traum der Frühlingsnacht.
Musik.
Ilöit mich drum im Wiesengrund
Elfen! kommt herbei zur Stund'!Und du tief im Huflattich,Quellennymphe, höre mich !Waldesnymph', mach auch' dich frei,Hör 1 den Ruf und komm herbei!Wurzelmännchen kleine, nun,Nimmer dürfet Ihr mir ruh'n!Kommt herbei in schnellem TrottAus der dunklen Felsengrott!Und du Nixe endlich dann,Flüsschens Nixe, komm' heran!Steig' in Deinen MuschelkahnUnd erschein', — dann ist's getan! —Folget all' in bunter Reih;Zeiget Euch, — herbei — herbei!
(Sie schwingt dabei ein Zauber-Reis.)
Es erscheinen die Elfen, Nymphen, Nixen und Gnomen von allenSeiten. Wenn sie versammelt sind, schweigt die Musik.
Die Fantasie:
So seid mir alle denn willkommen,
Die ich Euch rief von Ost und West!
Das schnell Ihr kamt, es wird Euch frommen,
Rief ich Euch doch zu hohem Fest!
Wisst: seinen Einzug hält mit Prangen
Heut' unser junger Herrscher Lenz!
Und seines Nahens Klänge drangen
Herüber schon von Südlands Grenz'.
Zu feiern drum sein hold' Erscheinen
Nach langer Trennung, wollen wir
In diesem Thalgrund uns vereinen,
Mit Sang und Klang ihn grüssen hier!
Die Geister alle:
(halb singend mit klingenden Rufen)
So sei es, ja, aus diesem Ringe
Der Märchenwelt Willkommen klinge!
(Von aussen ertönt Chorgesang).