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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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161oder politische Maximen.ben wir hier diese Lehrart in einigen Fällen gefolget, besonders aber in demganzen Werk unsere gewöhnliche Methode observiret, und darnach alleLehren eingerichtet, daß schier alle Paragraphen (einer von dem andernunterstützet) gleich einer Kette miteinander verknüpfet, dabey die prin-cipia generalia, auch die vornehmsten Special=Regeln, und einer be-sonderer Druckschrift von den übrigen zu mehrerer Deutlichkeit unter-ſchieden.§. 140.Man hätte aber viel zu schaffen, wann man alle Special=Regelnoder besondere Gesätze anführen solte; solche Arbeit erfordert eine viel-geübtere Feder, als die Meinige, und lassen sich unmöglich in die Grän-ze eines so kleinen Werks einschliessen. Bisher habe ich schon gnug ge-sagt, und ich besorge nicht ohne Grund, daß man mir zu viel Dank da-für wissen wird. Allein die Einbildung der Menschen, oder besser zusagen, ihre Gewogenheit ist so weit gekommen, daß man den Scribentenwenigen Dank für allen ihren unbeschreiblichen Fleis und Arbeit weis.Man vermeinet der Sach gnug gethan zu haben, wenn man dem Buch-händler oder Buchdrucker ein Buch bezahlet, ohne dem Buch, Verfas-ser, oder Authoren dafür Dank zu wissen. Man bildet sich ferner ein,daß ein Author für seine fast unbeschreibliche Bemühung reichlich beloh-net seye mit der grossen Ehr, Lob und Ruhm, die er vielleicht bey der Weltdavon trägt von wegen Verfassung einer vortreflich=gelehrten Schrift,(dannoch finden sich solche Eselen, will sagen, gnugsame Tadeler, die ih-nen eine Hand voll Ehr und Ruhms mißgönnen) den nun das pointd'honneur oder die Ehrsucht quält, der kan vor seine Belohnung undDank sich mit so viel Ehr und Ruhm begnügen, ja sich mit Eitelkeit undThorheit erfüllen, als ihme beliebet. Meines Theils verlange nicht dasAnsehen eines grossen Gelehrten für eine Bemühung zu gewinnen, ich be-gehre auch nicht, daß man mir zur Vergeltung grosse Obligation oderDank dafür habe. Mein Wunsch ist allein, daß ein jeder sich dieser Bo-gen, auch aller meiner zukommenden Werken und herauszugebendenSchriften zu einem christlichen Gebrauch und löblichen Nutzen bediene.Werde ich Zeit und Gesundheit erhalten, und erfahren, daß GOttund