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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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oder politische Maximen.127sen und der unterhabenden rein zu halten suchen; und darum in allemgute discipline und Ordre exerciren: morum disciplina in cibo,potu voluptatibus moderandis, furtis cavendis &c. Vernul. institut. polit. lib. 4. tit. 12. de Discipl. milit. art. 2.105.Mit einem Wort, ein politischer und sittlicher Kriegsmann kanniemahlen vorsichtig gnug seyn, insonderheit, da in sichern Vorfäl-len sein Gewissen und ewiges Heyl in Gefahr stehet. Anderseits, soist doch kein Mensch (wenn er sich auch schon so heldenmüthig undunfurchtsam anstellet) welcher nicht den Tod und das darauf ohnfehl-bar folgende strenge Urtheil GOttes beförchtet, wenn er weis, daßer sich die Strafe und Rach GOttes über den Hals gezogen. Dar-um soll es einem Officier (von was hohen oder niedrigen Characterund Rang er auch seye) angelegen seyn lassen, nicht allein friedlie-bend, heldenmüthig, fromm, tugendsam und sittlich zu leben (§. 66.),sondern auch die Soldaten und unterhabende Domestiquen darzu zuverbinden und durchaus anzuhalten (§. 104.). Eben darum, daßwenn sie mit grossen Lastern und Sünden beschweret sind, gemeini-glich mit Unmuth, Angst, Furcht und Kleinmüthigkeit zu einemKampf gehen. Ja, es hat sich wohl courage und Heldenmuth,wenn ein Officier mit solchen Soldaten zum Streit gehen soll, dienur für Angst beben und zittern, die mehr todt als lebendig, von we-gen der Furcht des bevorstehenden Todes, von wegen der Angst derVerdammnüß ihres etwa lasterhaft=ungebundenen geführten Leben.Ja, sage ich, was für eine Hulf und Trost wird ein Kriegsmann vonsolchen Soldaten zu verhoffen haben, die schon zittern, ehe sie denFeind sehen, und mit denen er, anstatt zu victorisiren, in Gefahrstehet, zu unterliegen und zu sterben? Darum ist eine allgemeine Le-bensregel vor alle wahre Christen: daß sie beständig leben sollen;wie sie an ihrem Ende gelebt zu haben wünschen werden.O! wie viele Exempel von solchen allzuspäten Wünschen und Seuf-Fry