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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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oder politische Maximen.105het ihm die allgemeine Wohlgewogenheit des Volks an (§. 35.).Niemahlen soll er etwas von seinen Freunden begehren, welches sienicht gewohnt sind, ihme oder andern zu accordiren oder zu thun,denn hiedurch mißbrauchet er ihrer, und wird folglich ihrer Hochschä-tzung beraubet werden, obgleich sie es öfters nicht werden merkenlassen. Er soll alle Dinge nach ihrem Wehrt, und nicht nachihrem Preiß kaufen. Das ist: alle Sachen annehmen mit Be-denken, wie sie ihme dienen oder schaden können. Hauptsächlich abersolle er sich bemühen, von allen geliebt zu werden, und im Ansehenzu seyn (§. 3. 17.); wenn er in officio publico stehet. Er soll sichalsdenn auch hüten für allzugrosser Verbindung in grossen Sachenund wichtigen Geschäften, welches eine vornehme Staatsmaxime ist;dieweilen öfters grosse Verbindungen und Einmischungen die vorsich-tigsten Staatsleute im Untergang gestürzet. Ein Politicus soll alsoleben, daß er ihme nichts vorzuwerfen habe (§. 4. 82.); darum istsein eigenes Gewissen und gesunde Vernunft die beste Richtschnur undRegel aller seiner Werken und Thaten. Man soll niemahlen alleseine Kunst, noch Wissenschaft, weder andere Sachen aufeinmahl an Tag geben. Dies ist eine Maxime, allezeit im Cre-dit und Ansehen zu bleiben; weilen man hiedurch niemahlen die Grän-ze seines Vermögens und Geschicklichkeit entdecket und man allezeitmit etwas neues kan hervortreten, wodurch man auch beständig dieGemüther der Menschen in Verwunderung und Vorwitz erhaltet,folglich also in beständigen Ansehen und Ruhm verbleibet (§. 44.).Man soll sich entfernen von allen Sachen und Gelegenheiten, die unsVerdruß, Unmuth und Unzufriedenheit verursachen können.83.Man soll sich von allen Stichel= und Schimpfreden entfernen,denn dies ist eine unausbleibliche Gefahr, sich grosse heimliche Feind-Daher geschicht es, daß solche Leu-schaft über den Hals zu ziehen.te, welche so heuchlerischer weis andere beschimpfen und Stichelwortegeben,