oder politische Maximen.101Ich will annoch geschweigen, was man wegenund was weiters ist.wegen den Gebotten der Natur, oder propterLiebe des Nächsten,communia officia societatis humanae anderen ohne Vergeltung zuthun verbunden ist.§. 81.Wir haben darum mit Fleiß gesagt, daß man wenige Freundeerwählen soll (§. 34.), und mit ihnen keine öftere Zusammenkunftnoch allzugrosse Gemeinschaft pflegen. Die tägliche Erfahrung un-terstützet diesen Lehrsatz und Maxime (§. 48.); denn es heisset wohlnach dem französischen Sprüchwort: Les amis du têms présentsont comme les mélons, il en faut gôuter cinquante, avant detrouver un bon; welches so viel heisset:Heutiges Tags fast alle Freund,Melone zu vergleichen seynd,Wenn sie beynah verkostet all,Kaum einer ist, so dir gefall.Die Freundschaften und Freunde sind sehr verschieden in der Welt;Einige lieben und fangen Freundschaft an aus einer natürlichen Zu-neigung und Wohlgefallen; Etliche pflegen Freundschaft aus einerwahren Treu, wohlgemeinter Liebe und aufrichtiger Neigung zu con-tractiren, und die Art solcher Freunde ist sehr rar, ja ein seltsamesDing in der Welt. Andere aber machen Freundschaft aus einer ge-wissen Absicht eines Vortheils, Gewinn, und eigenem Nutzen, unddie Anzahl solcher Freunde ist ungemein groß (§. 75.). In der That,je glücklicher und reicher ein Mensch ist, je mehrere Freunde werdensich finden. Es finden sich wenige Freunde, die uns unserentwegenlieben, aber allein unser Glück und Wohlstand (*): non amici per-N 3sonæ[*] Il se trouve peu d'amis de la personne; mais beaucoup de la fortune.grac. Phom. de Cour. max. 156. des amis de table, de carosse, de come-die, de collation, de rejoüissance, de promenade! bons pour un jour
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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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