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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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Kluge und nützliche Staatskunst,38ist es am sichersten, daß man sich auf alle Wege entschuldiget undseine schwache Leibsconstitution oder andere glaubhafte Ursachen vor-wendet; und mit Bachanten, Verschwendern, Prasseren, versoffe-nen und liederlichen Menschen hege man durchaus keine Gemeinschaft.30.Gleichermassen soll ein Weltkluger sich von dem Spielabhalten (§. 29.), dann diese böse Lust und Gewohnheit ist ein un-wahrnemlicher Beutelschneider und ein Dieb der unschätzbaren Zeit.Was entstehet durch das Spiel und ungebührliche Spielsucht? nichtsanders, als vielerley Leichtfertigkeiten, Fluchen, Schwören, Hader,Zank, sogar öfters der Todschlag, und anderes Unheil, wie gnug-sam Herr M. PICCARTUS in observation. historico-politicis, de-cat. 6. cap. 4. und W. HAGECIUS in der Böhmischen Chronic part.2. bezeugen. Deswegen ermahnet A. GUEVARA alle Lehrer, daßsie ihre Schüler vom Spielen abhalten sollen; weilen neben andererGefahr das Stehlen und Lügen daraus entstehen kan. Guev. in horol.princip. lib. 2. cap. 45. pag. 435. & seq. und er ferner part. 1. Epi-stol. 188. gar weitläuftig von dem Laster des Spielens handelt. Man-cher solle reiflich bedenken, die schöne und kostbare Zeit, die er imSpielen zubringt. Denen Faulenzern aber und Müßiggängern fälltdie Zeit zu lang (*), darum wollen sie die Zeit mit Spielen vertrei-ben; da doch die Zeit in der That die Kartenspieler und alle andereSpielsüchtige vertreibet, dann es ist wahr:Tempora labuntur, tacitisque senescimus Annis,Et fugiunt fraeno non remorante dies.Und sie wohl einmal (obschon öfters zu spät) die werte Zeit so lieder-licher und unnützer Weiß verloren zu haben bereuen werden und als-dann ſagen koͤnnen:Damna[*) Wie man täglich von einigen vermessener Weiß in diesen gewöhnlichenReden sagen höret: O! wie fallt mir die Zeit so lang! ach! wä-re dieser Tag nur um! und so weiter.