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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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oder politische Maximen.wann er spricht: Nec ad hunc usque diem delatorem fidelemfuisse, compertum est. Fur. de consil. & consiliar. cap. 2. Dannzuweilen geschicht es, daß sie aus Paßion, Martialität oder Animo-sität gegen anderen allerhand Falschheiten und Lügen zu Ohren brin-gen und dich also betrügen; auch oftermalen vieles erdichten von an-deren, sich einbildend dir einen Wohlgefallen damit zu thun. In-sonderheit, wann sie voraus wissen, daß du auf jemand erzürnet bist,davon sie dir etwas rapportiren sollen. Dahero seynd die falschen An-kläger und Zuschürer hierüber zu straffen, wie dieses SUETONIUSernstlich ermahnet: Delatores, qui non castigat, irritat. Suet. indomit. cap. 10. Folglich soll man allzeit solche Leut wohl kennen ler-nen (§. 1.). Man kan sie also öfters auf ihre Unwahrheiten fangen,wann man ihnen sagt: ob sie dieses oder jenes, was sie gesprochenauch in Wahrheit probiren und beweisen können. Demnach abermuß ein Staatist mit denen Ausspehern (welche er um seine Feindeund Verfolger zu erkünden bestellet) keine öffentliche Gemeinschaftpflehen, und bey der Welt wolle er sie nicht kennen; damit niemandargwohnet woher und von wem er alles erfahre, was von ihme beydem Publicum geredt wird, oder was sich anders wichtiges und inte-reßirtes zuträgt. Man wird erfahren, daß dieser Staatsstreich voneinem grossen Dienst und Vortheil seyn wird. Kurz,§. 25.Wann ein Weltkluger zu grossem Ansehen und Vermögen ge-langet, die Mißgunst anderer erfahret (§. 23.) und etwa den Zorn ei-niger spühret, er aber bey dem meisten Theil im Eredit, in Gunst,Hochschätzung und Ansehen ist; so muß er weiters suchen die Freund-schaft, Liebe und Wohlgewogenheit bey andern einzupflanzen (§. 16.),damit seine Feinde nicht die Oberhand nehmen. Also wofern er beyeinem Potentaten, Magnaten oder bey einer Republic in Autoritätstehet, so seye er beflissen die Clemenz, Huld und Inclination mitbesten Worten, mit ansehnlichen Thaten zu unterstützen und sich Trutzaller