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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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oder politische Maximen.beschäftiget gewesen (*) die Ursach der anziehenden Kraft des Magna-tens zu erforschen. Aber welcher Politicus, will sagen, welcherPhysicus wird die Ursach der anziehenden Kraft des Gelds erkünden?da dieses alle Gemüther zu sich ziehet und so zu sagen seine Würkungauf einem uncörperlichen und immaterialischen Wesen, nemlich aufdie Seele, verrichtet. Wann einer auf diese Gedanken gerathenwürde, daß das proprium interesse und das daher erspriessende Bo-num utile eine der vornehmsten Ursachen dieser Würkung seye, sosolte er wohl Beyfall finden; allein ich gestehe, daß dis mehr ein lä-cherlicher und lustiger Einfall ist. Aber die Herrn Alchymisten (wel-che Tag und Nacht mit ihrem großen Werk beschäftiget seynd, dabeyHaab und Gut verkochen, verschmelzen und verdistiliren) wissen nicht,daß das Geld selbsten bey jetziger Zeit der wahre Lapis Philosophorumoder Stein der Weisen, welchen sie so lang mit unaufhörlicher Be-gierde und Ungedult suchen, ist. Diese guten Adepti wissen eben auchnicht, daß das Geld selbsten der rechte präparirte universal Elixir(den Numa Pompilius schon vorlängst erfunden) seye, vermittelswelchem man alle Weltkrankheiten und Gebrechen curiren kan. Jadie universal Tinctur, vermög der man die Transmutation (nonmetallorum) zuwege bringen kan, und das Schwarze bey der Weltweiß tingiren kan. Wären die Herrn Laboranten oder Alchymistenklüger, und thäten sich in politische Laboratoria einlassen, um den La-pidem politicum auszuarbeiten, so würden sie nicht so viel Geld durchihre pratendirte Sophiam adeptam verlaboriren, sondern doch zumwenigsten dasjenige behalten, welches sie haben. Endlich, so seye einPoliticus kein Leibeigener noch Sclave seines Gelds (insonders gegendie Armen) und folge man hierinnen nicht denen Kargen und Geitz-hälsen, die unter dem Joch des Gelds leben. Es hat aber das Geldoder die Reichthumen nichts böses noch sträfliches an sich, sondern die-jenigen, welche es entweder mißbrauchen, verschwenden, übel anle-gen oder sich darauf verlieben und vernarren, da sie nemlich bestän-C 2dig[*) Wovon in meinen physicalischen Schriften wird zu lesen seyn.