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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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Kluge und nützliche Staatskunst,gegenwärtige und zukommende Zeit; eben also SENECA: prudensanimus tribus temporibus dispensatur; praesentia ordinat, futu-ra praevidet, praeterita recordatur: non dubitat sed exspe-ctat, non suspicatur sed cavet. Ueberdem soll man allweg dieOerter und Gelegenheiten betrachten, wo man sich aufhaltet;derselben Landsbräuche, Gewohnheiten, Moden, Natur, Manie-ren, Pratiquen, Intriquen, Sitten, Sprachen und dergleichenerforschen; damit man sich nach denselben zurichten weiß. Dem-nach wie man sich zu verhalten habe in den Reden und Tha-ten; überall, allezeit und mit allen. In Summa, wo, wann,wie, was und womit man redet oder verrichten soll, sowol inprivatis, als in publicis, sowol in geistlichen Sachen als inWelthändelen. Hierin bestehet schier die ganze Weltklugheit oderStaatskunst, und eine politische Lebensart. Endlich so heißet es:nosce te et alios; ein Politicus lerne sich selber kennen und al-le andre mit denen er conversiren muß, nemlich mit welchen erzu handlen, zu reden, zu schaffen oder umzugehen hat (§. 3. 11.) Ererforsche seine eigene und anderer Menschen Affecten, Paßionen,Inclinationen, Complexionen oder Temperamenten, Concepten,Pratiquen, Intriquen, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler,Boßheiten, Gebrechen, Begierden, Sitten, Tugenden, Listen,Tücke, Ränke, überhaupt alle Leibs= und Gemüthsneigungen undgeheime verborgene Eigenschaften. (§. 84. 87.) Diese vorgehendePrincipia Generalia oder allgemeine Lehr= und Grundsätze wollen wirnachgehends in vielerley Vorfällen, Zufällen, Begebenheiten und Ob-liegenheiten des gemeinen Lebens abhandeln und in denen menschlichenActionen, Werken, Thaten oder Verrichtungen weitläuftiger erör-teren und umständlicher erläutern.§. 2.In dem indifferenten Discours oder gleichgültigem Ge-spräch muß man nicht behend seyn zu reden, sondern man höre,ehe