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1 = Abth. 1, Bildnerei (1857)
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CLEVE.

Diese zur Taufscliüssel gehörige Kanne ist eine spätere Arbeit, indem der auf deinDeckel sitzende schildlragende Löwe nebst dem Wappen des Prinzen Moritz von Nassau-Siegen auch dessen Ordensinsignien wahrt, welche der Geschenkgeber erst gegen die Mittedes 17ten Jahrhunderts besass.

Die Kanne ist 1' hoch und wiegt 2 Pfd 24 Lth. Von reichen Arabesken umgeben,erscheint auf der Vorderseite eine allegorische Frauengestalt, einen Papagei auf der Handwiegend; zu ihren Füssen liegt ein Anker, und im Hintergründe erblickt man eine Stadt.Eine zweite allegorische Figur mit Nektarschale und Amphora, ebenfalls im Vordergrundeeiner Stadt, schmückt die andere Seite. Man hält beide für allegorische Beziehungen aufdie ost- und die west-indische Compagnie und deren Welthandel besonders mit Amsterdam. 12

BEDBURG,

Kirchdorf an der linken Rheinseite, eine Stunde südlich von Cleve. Graf Ludolph errichtetean der Stelle, wo bereits ein Klausner seine Einsiedelei aufgeschlagen halte, in Folge einesGelübdes im Jahre 780 hier ein Bethaus, aus welchem Graf Arnold II. auf Veranlassungdes h. Noribert, damals Chorherrn zu Xanten und Stifter des Prämonslratenser-Ordens, einFrauenkloster dieses Ordens machte (1121). Dasselbe ward nach der Verwüstung der Bau-lichkeiten im geldrischen Kriege 1499 von Johann II. nach Cleve verlegt. 1

Tafel X.

1. 2.Reliquienkreuz aus gelbem Metall und vergoldet vom Ende des XIV. Jahrhunderts,in der Pfarrkirche zu Bedburg. Die Darstellungen der beiden Seiten sind gravirl. Wirk-liche Grösse.

3.Vier Steinbilder ebendaher, einen Hund, eine Sirene, eine männliche Figur und eineBestiarie darstellend, sämmllich in sitzender Stellung. Es scheinen die Träger eines Tauf-steines vom Anfang des XII. Jahrhunderts zu sein.

12. v. Velsen S. 117.1. Gelenius de admirand. p, 754.

Lac. I. 274, 404 und 463. II. 356.

Das steinerne Grabmal Arnolds II. und seiner Gemahlin ist nach v. Velsen S. 257 erst in neuerer Zeitweggeschafft worden.