LÜF. ZELL.
LÖF.
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Altes Pfarrdorf an der untern Mosel. 1
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Monstranz in Kreuzform, 17" hoch, von Silber und mit Aussparung einiger Blattorna-menle vergoldet. Das Medaillon zur Aufnahme der h. Hostie besteht aus Bergcristall. DenKreuzesstamm krönt das Nest eines Pelikans, der sich die Brust öffnet, um mit seinem Bluteseine Jungen zu nähren. Der mit Blattornamenten geschmückte, im Sechseck angelegte Fussenthält auf kleinen Schriflbändern die Inschrift: Joannes von Ehrenberg et Elise von Ober-stein ecclesiae paroch. in Lewe. Sub Marlino V. papa. anno 1427 dona dederunt. 2 Fürdie Entwickelungsgeschichle der Monstranzen dürfte dieses Gefäss, wie das ähnliche aufTaf. LXIII. 4. und das p. 16 Anmerkung 8 erwähnte, von besonderer Bedeutung sein.
ZELL.
Städtchen am rechten Moselufer, welches schon im 12. Jahrh. urkundlich vorkommt,im 13ten befestigt erscheint und der Hauptort des gleichnamigen kurtrierschen Amtes war. 1
in S. Castor ein von Kaiser Otto IV. geschenkter goldner Reliquienschrein (KleinKheinreise p. 110), ein seiner ursprünglichen Deckelzierden, besonders eines vonNeubauer gest. grossen männl. Onyxkopfes beraubter, nunmehr in der Pfarrkirchezu Ehrenbreitstein befindl. Evangeliencodex des 12. Jahrh. ohne Miniaturen, u. diejn S. Denis befindl. in vergoldetem Kupfer getriebene u. mit vielen rheinischenKupfer-Emaillen verzierte, die Ausgiessung d. h. Geistes darstellende Altartafel(abgeb. b. Viollet Le Duc, Dict. d. Mobilier p. 234).In der Vorhalle der Liebfrauenkirche befinden sich die drei Grabsteine des Reinhardusde Burgedorn, f 1517, seiner Frau Guta Blanckerts, f 1553, und deren Sohn Otto Joachimvon dem Burgthorn, f 1547, in ganzen Fig. Nach dem rhein. Antiq. p. 730 befand sichfrüher rechts über dem Haupteingang ein Todtenkopf, durch dessen Augen Kröten schauten.In S. Flor in sind vortreffi. frühgothische Glasmalereien zu beachten. Die ehemal. Domini-kanerkirche bewahrte früher einen Hochaltar in Steinsculptur vom Ende des 14. Jahrh.,und das Grabmal Heinrichs v. Rübenach, f 1493, welches letztere nun im Gymnasiumneben dem Conferenzsaal eingemauert ist. Die Kirche zu Ehrenbreitstein besitzt als neueDeckelzierde des Evangeliars v. St. Castor ein schönes frühgoth. Elfenbeinrelief derKreuzigung, dann ein ansehnliches 2' h. silbervergold. spätgoth. Reliquiar von 1469 u.ein kleineres silbernes ders. Zeit. In der Kirche zuMoselweiss erblickt man ein demTypus der p. 59 Anna. 5 angeführten u. der Taf. LXIII. 3 abgebildeten gothischen Stein-kanzeln entsprechendes 3. Exemplar, angeblich aus der Coblenzer Liebfrauenkirche; einenrohen rom. Taufstein, umstellt von 6 Säulen; eine 3' hohe späthgoth. Monstranz.Klein, Moselstrom p. 116; Barsch, Eifel EU. 1. 2. p. 141.
Das Pfarrarchiv zu Löf bewahrt eine diese Inschrift ergänzende Stiftungsurkunde, in wel-cher die Bestimmung des Kreuzes als Monstranz ausdrücklich hervorgehoben wird. Einp. 104 bei Klein erwähntes Steinkreuz verdient keine Beachtung. In der Kirche desgegenüberliegenden Ortes Alken ist ein handwerksmäss. Votivrelief der Familie vonWiltberg, die Kreuzigung mit Donatoren, aus dem 16. Jahrh. zu verzeichnen.Vergl. Beyer, Urkundenb. I. p. 510 u. 585. Klein, Moselthal p. 277 u. 284. Barsch,Moselstrom p. 375.
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