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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
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BOPPARD.

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5.Die unter dieser Nummer gegebene Abbildung wurde von dem nunmehr verstorbenenZeichner dieses Werkes angeblich aus Boppard mitgebracht, stammt aber nach sorgfältigerNachforschung nicht daher. Sie war bezeichnet als eiserner Thürbeschlag durchbrochenerArbeit. Der Bildschmuck zeigt in der Mitte ein Gesicht, dessen Mund durch zwei Stäbe,welche die Handgriffe bilden, aufgesperrt wird. Rund herum befinden sich in Rankenwerkdie Kreuzigung, der wiederkehrende Heiland, die Symbole der vier Evangelisten und zweiProfeten mit Schriflbändern. 9

Reichensperger, vermischte Sehr. p. 420. Rhein. Antiqu. 524. Die daselbst 536 erwähn-ten Wappen sind nicht zu verwechseln mit denen an den Chorstühlen seihst.9. Folgende Kunstwerke in Boppard verdienen einen Vermerk:

1) Im Mittelschiffe der Pfarrkirche unter dem Gewölbe ein grosses hölzernes Triumphal-kreuz. 13. Jahrh. Ein spätgothisches silbernes Rauchfass im Burgenstil. Eine spät-gothische silber-vergoldete Monstranz. Goth. Thüren mit Eisenbeschlägen und Löwen-köpfen an den Paramentenschränken im Chor (Krüger, Taf. III.); ähnliche besassenfrüher auch die Portale.

2) In der Carmeliterkirche eine neuerdings dort eingemauerte altchristliche Grabschrift.(Kreisblatt von St. Goar, Nr. 46 v. 1862 und Annal. d. Ver. f. Nassauische Alter-thumsk. VH. 2. p. 36); an der südl. Chorwand ein dreisitziger Celebrantenstuhlvon Holzschnitzwerk mit kunstvollem durchbrochenem architect. Baldachin, reichemLaubwerk und einigen phantast. Figuren, welcher nächst demjenigen zu Kempen(Taf. XXIII. 1) der bedeutendste im Rheinlande sein dürfte. Oberhalb der Sitzesieht man die 3 "Wappen der Stifter aus den Familien der Braunshorn, Schöneck undBeyer. 15. Jahrh.; im Chor an der Südseite der Gräbst, in g. Fig. des 1393 gest.Conrad Kolb v. Boppard, tüchtig aber roh; ebendas. an der Nordseite Marmorepitaphder Frau Margarethe v. Eltz, f 1500, welches oben die Dreieinigkeit nach Dürer,unten die Verstorbene mit ihrem Sohne Georg, dem Errichter des Denkmals, zeigt.Inschriftl. bez. Arbeit d. Loyen Hering v. Eichstädt von 1519; ebendas. Epitaph ander Süds, in Sandsteinrelief des Joh. v. Eltz, f 1547, und seiner Gemahlin, f 1544:Oben die Taufe Christi, unten 2 Engel mit dem Haupte Joh. d. T., seitlich die Ver-storbenen. Vortreffl. Renaissance. Die Inschriften der beiden letzten Grabm. p. 534ff. der 2. Abth. d. 5. B. d. rhein. Antiquarius; im Schiff Gräbst, des 1483 fWilhelm v. Schwalbach und seiner Frau Anna v. Leyen und des 1497 f Siegfried v.Schwalbach, Sohnes des Vorigen. Gute Handwerkern. A. Im Innern der Kirchebleiben dann noch zu erwähnen die im Achteck angelegte einf. d. 15. Jahrh. an-gehörende Stoinkanzel mit gemalten Heiligen in den Kleeblattfüllungen, eine guteaber verschmierte Muttergottes des 16. Jahrh. an einem Pfeiler unter der Orgel, einKreuz von 1465 im Nordschiff ohne Werth u. eine handwerksmässige Pieta des15. Jahrh. Aussen neben der nördl. Chortreppe eine Muttergottes des 14. Jahrh.mit vortreffl. Hinterwand in aufgelegtem Holzschnitzwerk. Schöner goth. Eisen-beschlag an der Saeristeithüre. In der Wand des Kreuzganges befindet sich derGrabstein des sogenannten Prior Hein, ganze Figur unter goth. Baldachin in ver-tieften Contouren auf einer Sandsteinplatte. Die Umschrift als Beleg für das Alterdes Carmiliterordens in Deutschland angezogen, zuletzt bei Marx, Gesch. d. ErzstiftesTrier II. 2. p. 488 und auf 1113 datirt, muss schon nach der goth. Architectur200 Jahre später gesetzt werden n. dürfte es schwer sein den Namen: „Pater Hein"aus der Inschrift heraus zu lesen.

3) In den Wänden des ehemaligen Capitelsaales, jetzigen Billardzimmers des zur Kalt-wasseranstalt umgewandelten Klosters Marienberg, befinden sich 4 Grabsteine mit