WERDEN.
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Olires an, — entsprechen dieser Zeit des Verfalles. Die Höhe der Figur beträgt 3 j l'i', dieAusspannung der Arme 3' 1 x \i". Der Guss scheint aus fünf Stücken zu bestehen, da Arme
und Beine angesetzt sind.
Zwei romanische Steinreliefs, eingemauert in der inneren Chorwand hinter dem Altare,welche, wohl von einem früheren Baue herrührend, zufällig dort ihre Stelle fanden. DieEnden der Stola unter dem oberen Gewände charakterisiren die Figuren als Geistliche.Ueber den Zweck dieser Beliefe lässt sich kaum eine Vermuthuns: aufstellen. Sie sind 2'
hoch und 8" breit.
Das Material ist gelblicher Sandstein.
4.
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Kelch mit der dazu gehörigen Palena, angeblich vom h. Ludgerus. Die eigenthüm-liche Form dieser beiden Gegenstände, die Kleinheit des Kelches an und für sich und imVerhältniss zur grösseren Patena machen diese Gefässe höchst bemerkenswerth für die Ent-wickelungsgeschichte des Kelches überhaupt. Wenn wir in Betracht ziehen, dass bis zurcaroliugischen Zeit, vielmehr bis zur Kelchentziehung, grosse gehenkelte Kelche in Gebrauchwaren", so dürfen wir solche, die durch ihre Kleinheit auffallen, wohl für Beisekelche halten.Die Sitte, kleine tragbare Altäre (altaria portaülia) auf Beisen bei sich zu führen, war solange für reisende Geistliche und Missionäre geboten, als man noch nicht aller Orts Kirchenantraf, in welchen man das heilige Messopfer spenden konnte, und blieb desshalb bis nachden Kreuzzügen in Uebung. Vom heil. Ludgerus 8 wird es noch besonders berichtet, dasser sich eines Beisealtars bediente. Diese Beise- oder Trag-Altäre mussten, um sie stets beisich führen zu können, möglichst klein sein, wesshalb auch die Kelche sich diesen geringenGrössenverhältnissen anpassen und möglichst klein sein mussten. Die unverhältnissmässigeGrösse der Patene mag sich daraus erklären, dass der Priester über dieser die Waschungder Fingerspitzen vollzog, zu welcher die Kelchöffnung zu klein war.
Unser Beisekelch selbst ist von Gold, hat eine Höhe von 4" 8'", einen Durchmesserin der cuppa von 1" 9'", im Fusse von 3". Um die cuppa. und um den Fuss laufen fol-gende Inschriften:
Um die cuppa: £A6lTVK HAEC ^VMMVS F PocLATR I WVPHVS:
um den Fuss: Hie CALIX SAN6VINIS. D^INRILHV XH
Die Patena von Silber mit vergoldetem Schriftbande 772" im Durchmesser \" 9'" hoch,trägt folgende Inschrift:
IN HOC:CIPO:CÖTINET:SANGV!S SCI LVD Gl et pars: de: cingulo ejus: de S: Hupto:de S T : Georgio : de Sociis S : S T : Mauricq de cilicio ejus.
7. Vcrgl. Taf. XXXIV. 1. Kleine Kelche dieser Art finden sich zwei in Hildesheim; der eine wurde
im Grabe des Bischofs Hezilo gefunden. Siehe Kratz, Der Dom zu Ilildesheim.
8. Binterim, Denkwiirdigk. Band 4. p. 115.