ESSEN.
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der Barbarei ringenden Cültur der Franken, in Byzanz und in vielfachen Nachahmungenim Ottonischen Zeitalter in Deutschland. 4 *
Bot uns das erste Mathildenkreuz in der Deutung eines gleichzeitigen Otto dux grosseSchwierigkeiten dar, so verursacht die Inschrift des zweiten solche nicht minder.
Wir setzen dieselbe nochmals vor unsere Blicke:
Diese Inschrift umfasst die auf einem Throne sitzende Mutter- T TTT a ..^
Gottes, auf ihrem Schoosse das Christuskind haltend, vor welcher, wohl
unterschieden von der
weltlichen Kleidung des vorigen Kreuzes.
im
weissen Benedictinergewande Mathilde, das weihende Kreuz auf einerStange in den Händen haltend, kniet. Diese anbetende Stellung der Ge-berin vor der Gebenedeiten lässt mit Wahrscheinlichkeit eine Anrufung an
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diese voraussetzen, weshalb man mit Berechtigung den Anfang einerLection in der obersten Zeile vermuthen könnte, der sich dann dieZeichen griechischen Charakters links des Kopfes der Maria als Abkürzungen, z. B. viel-leicht Mater Christi Jesu, anschlössen. Die Worte rechts der Madonna, Mahthild abbali,wird man dann wohl mindestens als Mahthild abbali zu lesen genöthigt sein, da bei derUncorrectheit der Buchstaben, wodurch in der obersten Zeile kaum A von II unterschiedenist, auch ein T statt L gelesen werden dürfte; aber dann beachtet man den Punkt nicht,der zwischen Abba und L I steht und wodurch diese beiden Worte ausdrücklich getrenntwerden. Uebrigens wird auch in Urkunden der Name Mathilde wie hier (PTH) mit einemdoppelten II geschrieben, wenngleich das letzte H wiederum einem A sehr ähnlich ist. 45 Dasletzte A bei abba ist auch ähnlich einem H, wie der erste Buchstabe der ganzen Inschrift, dersicher ein A ist, auch wenig von den folgenden II unterschieden erscheint. Dr. Harless inDüsseldorf vermuthet nicht ohne Wahrscheinlichkeit im ersten A accipe, in den folgendenbeiden II has hostias, im L largire, im V virgo und im M und den folgenden griechischenZeichen Mater Jesu Christi; dann auf der andern Seite, wenn wir das unter Mathild lie-gende Zeichen, welches einem I ähnlich ist und auf Taf. XXIV fehlt, zu Mathild ziehen,wodurch dieses der Dativ würde, dem sich abba accommodiren müsste, malhildi abatissae.In der Sylbe LI, vor welcher ein Punkt steht, könnte man humili, vielleicht noch zweck-
44. Ausser den Anmerk. 42 angeführten Werken, der Schmuck des Altares der Sophienkirche bei
Labarte und Salzenberg und die Anmerk. 23 erwähnten Kreuze zu Gandersheim und Her-ford. Ein Kreuz von Gertrud von Braunschweig, mit Edelsteinen, Arabesken und Figurenbestellt, in Orig. Guelf. II. 335. Aehnliches von Ileinr. d. Löwen: Gerhardi narralio de Hen-rico Leone apud Meibom. 435; und chron. Stcdenburg. Leibnitz I. 84S und 67. GrossesChristusbild von Gold in Mainz, Conradi, Chron. Mogunl. 7G2 und 767. Crucifix beiPugin: Glossary p. 84—95. Das Kreuz des Bernward Kratz II. Taf. 4; ein ähnliches Kreuzin Osnabrück Lübke's Westphalen p. 413 und auf Taf. XXXIX unseres Werkes. In einerAbschrift der vila Ezonis vom Brauweiler Conventual Cramer im Diissehl. Archiv befindet sichdie Nachricht, dass die Pfalzgräfin ein ähnliches Kreuz auf ihrem Schlosse Toniberg besass,welches im I7len Jahrb. in die Capelle des ßrauweiler Convenls zu Coln kam.
45. Lac. I. 117: Mahlhihle. 134: Malhhihl. 134: Mathhihl u. s. w.
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