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OHSOY.
WANKUM. — GELDERN.
gemacht in den folgenden Kriegen, dem spanisch-niederländischen und dreissigjährigen, dasSchicksal der Plünderungen und Verheerungen. '
11.Rauchfass in Silber in den zierlichen Constructionen des spätgothischen Stils. 6" hoch.
WANKUM,
seit dem 14ten Jahrhundert Pfarrdorf an der linken Rheinseile bei Geldern.'
12.Polychrom irter Wandleuchter aus Eisen, eine Arbeit aus der letzten Zeit des Mittel-alters. Längenausdehnung 2' 10", mittlere Höhe 17".
GELDERN,
ehemalige Hauptstadt des gleichnamigen Herzogthums. Die Kirche daselbst tritt zuerst imUten Jahrhundert auf. Reinold I., achter Graf von Geldern, schenkte dieselbe im 14tenJahrhundert dem Carmeliterorden, worauf Reinold II. 1340 Nebenschiffe und Thurm daranbaute.' Die Rlüthe und das Wachsthum der Stadt 2 , der Reichthum der Kirche gingenin den nie endenden geldrischen Unruhen zu Grunde. Moritz von Nassau plünderte 1578 dieStadt und Friedrich I. von Preussen belagerte sie 1703, wobei Geldern fast ganz abbrannte.'
13.Messingene gravirte Grabplatte, ungefähr 5' hoch u. 2' 3 l ji" breit. Dieselbe bestehtaus 3 aneinandergesetzten Tafeln. Angeblich soll die auf der Platte dargestellte Verstorbenedie Herzogin Elisabeth geborene Herzogin von Rraunschweig-Lüneburg sein, welche 1573starb. Dies scheint uns unwahrscheinlich, da die Arbeit wohl etwas früher zu setzen ist. 4
1. Bint. I. 271. Lac. II. 263 u. 268. III. 448, 501, 230. Firnen I. p. 261. 265.1. Lac. III. 860. 841 u. p. 752 Anmerk.
1. Bint. I. p. 234. Lac. I. 209. Lac. III. 146.
2. Lac. III. 232. /
3. Die dortige Kirche war reich an geschnitzten Altären u. Kunstwerken, unter welchen sich die
Reliquienschreine der Heiligen Märtyrer Galenus u. Valenus auszeichneten. Alles dies gingin den Kriegen zu Grunde.
4. Das Einzige, was die geldrische Kirche noch hesass, waren ihre Grabdenkmäler u. diese wurden
vor einigen Jahren versteigert, als man den Fussboden der Kirche erneuerte. Amtliche Nach-forschungen, welche der Herausgeher veranlasste, brachten wenigstens die mitgelheilte Metall-platte wieder zum Vorschein. Uebrjgens waren viele geldrische Fürsten anderwärts begraben,