Machte die Ein-Schliessung von Metzund die Schlacht ander Hallue mit. — Lagim November 1870 ineinem Lazareth 12 Tagean Magen- undDarmkatarrh krank.
Frühjahr1872.
Nach der Aussage von Zeugen war Pat. nachder Rückkehr aus dem Felde stets tiefsinnig, gingängstlich umher, wurde übermässig fromm, gingalle 14 Tage zur Beichte. Als man ihm das Ueber-mässige seiner Religionsübungen vorstellte, erwiderteer, das habe er am Meere bekommen, welchem er sonahe gewesen sei, dass er sich habe hineinstürzenkönnen; es sei ihm leid, dass er es nicht gethan habe.Während dieses Zustandes, in welchem ein Geistlicher,der das Krankhafte darin erkannte, den Patienten von-seinen häufigen Beichten abzuhalten suchte, kümmerte dieser sich um keine Arbeit. Im Frühjahr 1872 änderte sichdas Bild: es kam zu einem Tobsuchtsanfall; Patient lief nackt auf die Strasse und warf Alles zum Fenster hinaus.SjJäter wiederholten sich die Aufregungsperioden, welche 1 bis 2, höchstens 3 Monate dauerten. In den Zwischenzeitenwar der Kranke ruhig. Zuweilen waren die Anfälle so schlimm, dass man alle Instrumente aus seiner Nähe entfernenmusste und er der Bewachung durch mehrere Personen bedurfte. Im Jahre 1873 überstand Patient einen Typhus.Erst im Juli 1882 erfolgte die Aufnahme in eine Irren-Anstalt, deren Leiter sich in einem Attest aus dem Januar 1885in folgender "Weise auslässt:
„Die subjektiven Beschwerden sind äusserst wechselnde, indem das Leiden periodisch auftritt und auszwei ganz von einander verschiedenen Phasen besteht.
In der einen klagt Patient über Magendruck, Appetitlosigkeit, Hämorrhoiden und allgemeines Krankheits-gefühl, ist ganz hinfällig, isst nichts und liegt wochenlang regungslos, mit stark kongestionirtem Kopfe zu Bett. Inder anderen ist er munter, lebhaft, fleissig und ordentlich, und unterscheidet sich nur durch ein etwas übermüthigesoder zu anderen Zeiten erregtes, oft auch eigenthümlich exaltirtes und geziertes Wesen von Geistesgesunden.
In dem letzteren Zustand fehlen die subjektiven Klagen, welche, im Gegentheil, durch krankhafte Euphorieersetzt sind. Die objektiven Befunde der Untersuchung ergeben zur Zeit (Phase I der Melancholie) einen massiggenährten Mann mit kongestionirtem Kopf, bei welchem Lähmungserscheinungen fehlen.
Die Untersuchung der Brust ergiebt eine schwache Dämpfung unter der rechten Clavicula, Retraktion derrechten Lungenspitze und Inspirationsgeräusche, welche auf Verdichtung des Gewebes derselben hinweisen. Die Herz-dämpfung ist von normaler Grösse, die Töne rein, aber nicht immer ganz regelmässig. Die Magengegend ist äusserstempfindlich, leicht vorgewölbt. Die Perkussion ergiebt eine Verlagerung des Colons nach unten und ziemlich aus-gedehnte Magenerweiterung. Der Magen ist durch Gase aufgebläht. Der Phase I entsprechend ist augenblicklichder Appetit schlecht und die Nahrungsaufnahme gering. Es bestehen leichte äussere Erscheinungen von Hämorrhoiden.
Das psychische Befinden ist augenblicklich ein nicht ganz melancholisches, sondern zeigt schon den Uebergangzu der erregteren, besseren Stimmung.
Der Kranke giebt schnippische und unpassende Antworten, oder spricht nichtsseinem sonstigen grossen Fleiss nicht, sondern pflegt ruhelos umherzuwandern.
In somatischer Beziehung ist die Diagnose auf Lungenretraktion nach abgelaufenem katarrhalischen Infarkt,Magenerweiterung und Hämorrhoiden zu stellen.
Im Zusammenhang mit diesem körperlichen Symptomenkomplex scheint der mit Kongestionen zum Kopf einher-gehende psychische Zustand zu stehen, indem der Patient periodisch melancholisch, unregsam, hinfällig wird, nichtsisst und kraftlos ins Bett sinkt.
Vom psychischen Standpunkte ist die Diagnose auf cirkuläre Geistesstörung zu stellen.
Zur Illustration des Verlaufs der Phasen, welche die Krankheit des Patienten seit dem Eintritt desselben indie hiesige Anstalt (Juli 1882) durchgemacht hat, diene Folgendes: Der Kranke trat noch in der melancholischenPhase ein, aber schon Ende August 1882 wurde er freier, hatte nur etwas Vornehmes, Eigenthümliches in seinem Wesen.Das gute Verhalten dauerte bis Februar 1883, dann war er bis August 1883 tiefsinnig, melancholisch bettlägerig,ass wenig.
Von August 1883 bis Dezember 1883 war er wieder in der besseren, arbeitsfähigen Stimmung. Von De-zember 1883 bis März 1884 melancholisch, von März 1884 bis Juni 1884 ordentlich und fleissig, von Juni 1884 bis Sep-tember 1884 melancholisch, seit dieser Zeit bis zum Dezember 1884 wieder in guter, gleichmässiger Stimmung und fleissig.
Seit Dezember liegt er wieder zu Bett, klagt über Allerlei und befindet sich in dem oben im status präsensangegebenen Zustande.
Zu bemerken ist noch, dass die Uebergänge nicht plötzlich sind und bei denselben auch hier die Erscheinungenvorkommen, welche in den Zeugenaussagen als Tobsucht angegeben worden sind, indem der Kranke das Ungereimtestesagt und thut, das Zimmer mit Essgeschirren und deren Inhalt bombardirt, etc."
Er beschäftigt sich gegenüber