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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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X. Kapitel: Kriegs-Psychosen.

Band VII.

Lau-fendeNo.

1.

Charge.Alter zur Zeit

des Krieges.Civilberuf.

2.

Anamnestische Daten.

Hereditäre

und individuelle

prädisponirende

Momente.

3.

Ort, Zeit und Art der Erkrankung.Bemerkungen zur Erkrankung.

4.

Zeit,

zu welcher die

Geistesstörung

unzweifelhaft

hervortrat.

5.

XLVII.

Major.45 Jahre.

Erbliche Anlage nichtnachweisbar.

Kräftige Konstitution.

Hat den Feldzug von1866 mitgemacht.

Ein Beinbruch warmit einiger Verkürzunggeheilt.

Wurde während des Krieges in Frankreich von Vario-lois befallen; es sollen nur ein oder zwei Pusteln zumVorschein gekommen, jedoch bedrohliche Hirn-erscheinungen, welche nicht näher beschrieben sind,aufgetreten sein.

1872.

XLVIII.

Landwehr-Lieutenant.

Mutter starb anLungensch wind-sucht; Vater litt anhalbseitiger Läh-mung und rasch vor-übergehender Ver-wirrung. Ein Onkelgeistesschwach.Selbst früher sehr ver-schlossen, im Uebrigenkörperlich und geistiganscheinend gesund.

Kehrte aus dem Kriege 1870,71 mit Bronchial-katarrh zurück.

1874.

XLIX.

Landwehr-Lieutenant.

27 Jahre.

Mutter miss-trauisch, von auf-fallendem Beneh-men. Selbst immerängstlich und still,aber gut begabt.

Wurde von Metz aus wegen Bronchialkatarrhs,der Tuberkulose verdächtig und bereits hypochondrischverstimmt, nach Deutschland zurückgeschickt.

1870.

L.

Unteroffizier.35 Jahre.

Soweit bekannt, ausgesunder Familie.Selbst früher völliggesund.

Hat den Feldzug von1866 mitgemacht.

Erkrankte Ende Oktober 1870 in Frankreich anLungenkatarrh und Rheumatismus, that aber un-verdrossen mit Aufbietung aller Kräfte anstrengendenDienst.

1871.

LI.

Lazarethgehilfe.

Soweit bekannt, aus ge-sunder Familie.

Selbst früher gesund.

Machte die anstrengenden Märsche von Metz nachOrleans, später nach Le Mans mit, erkrankte an rheu-matischen Beschwerden besonders der Kniegelenkeund der Schultern, derentwillen er in Lazarethbehandlungaufgenommen werden musste. Im Lazareth verschlimmertesich das Leiden; auch eine Badekur in Teplitz brachtekeine Besserung.