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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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X. Kapitel: Kriegs-Psychosen.

Band VII.

~K. a s u

Lau-fende

No.

1.

Charge.

Alter zur Zeit

des Krieges.

Civilberuf.

2.

Anamnestische Daten.

Hereditäre

und individuelle

prädisponirende

Momente.

3.

Ort, Zeit und Art der Erkrankung.Bemerkungen zur Erkrankung.

4.

Zeit,

zu welcher die

Geistesstörung

unzweifelhaft

hervortrat.

5.

XXXI.

Kanonier.29 Jahre.

Unbekannt.

Wurde am 31. Oktober 1870 in sehr aufgeregtemZustande, mit beträchtlich erhöhter Körpertemperatur, sehrbeschleunigtem Pulse, Gliederzittern und trockener Zungein ein Feldlazareth vor Paris aufgenommen.

November 1870.

XXXII.

Unteroffizier(Landwehr).

25 Jahre.

Früher angeblichgesund.

Ueberstand während des Krieges 1870/71 einenschweren Typhus.

1871.

XXXIII.

Füsilier.

Unbekannt.

Wurde im Januar 1871 in ein Feldlazareth aufge-nommen wegen Typhus, welcher ohne alle Komplikationengelind verlief. Temperatur anfangs bis 40.0, später an-haltend nicht über 39.5 ° C.

Februar 1871.

XXXIV.

Wehrmann.28 Jahre.

Aus gesunder Familie.Selbst früher gesund.

Wurde im August 1870 an unwesentlichem, rheu-matischem Leiden im Lazareth behandelt, erkrankte so-dann vor Metz an fieberhaftem Bronchialkatarrh undwenige Wochen darauf, nach Deutschland evakuirt, anschwerem und langwierigem Typhus, von welchem ersich nur ausserordentlich langsam erholte.

Nach 1871.

XXXV.

Füsilier.

Unbekannt.

Lag von der zweiten Hälfte des September an undden ganzen Oktober 1870 hindurch in einem Reserve-lazareth an Typhus krank.

Oktober 1870.

XXXVI.

Unteroffizier.21 Jahre.

Ueber das Vorleben istnichts bekannt.

Erkrankte Anfang Mai 1871 in Frankreich an Typhus.Das Bewusstsein scheint lange Zeit geschwunden gewesenzu sein, wenigstens fehlt dem Kranken jede Erinnerungan den 3', 2 Wochen langen Aufenthalt im Lazareth. Dem-nächst wurde er als Rekonvaleszent nach Deutschlandevakuirt und sodann auf 8 Wochen zur Erholung in seineHeimath beurlaubt.

1872.